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Headbangers Open Air 2010

Purer Stahl bei der größten Gartenparty der Welt

Das Headbangers Open Air ist eine Gartenparty – mehr nicht. Oder? Wer dabei war weiß, dass es nicht nur die größte Gartenparty, sondern auch gleich noch die stimmungsvollste, die musikalisch anspruchsvollste und für fast alle – Quatsch, für alle Besucher die beste Gartenparty überhaupt ist. Neben unzählig gekippten Bieren, tausenden Haarknötchen, neben Schweiß und Dixiegeruch, neben hässlichen und hübschen Menschen, neben Alt und Jung zu feiern – diesen Wunsch erfüllten die Organisatoren nur allzu gerne und konnten wiederholt mit einem ausverkauften Festival protzen. Neben zahlreichen Festivalgewinnern – an erster Stelle sind hier immer die Fans zu nennen – wie Grand Magus, Solitude Aeturnus, Demon oder auch die noch junge Truppe Trench Hell waren nur wenige Schwachpunkte auszumachen. Arg schwach kamen Not Fragile daher und holten kaum jemanden aus dem Schlafsack hervor. Auch Der Kaiser war nicht so recht der Bringer – aber schatt nix – unterm Strich ging ein richtig geiles Wochenende viel zu schnell vorbei.

Eine persönliche Anmerkung sei mal wieder erlaubt: Von Anvil Chorus sind hier leider nur Bilder zu finden, denn neben dem Meet & Greet mit Raven forderte auch noch eine ausführliche Dixiesitzung wegen fortgeschrittener Peristaltik ihren Tribut.

Steel Horse

Die Spanier Steel Horse hatten nun die Aufgabe, am ersten Headbangers-Tag diesen Jahres die große Gartenparty musikalisch zu eröffnen. Die Fans waren heiß auf die erneute Runde, und so konnten die Madrilenen schon vor mehreren hundert Fans aufspielen. Und das machte das noch junge Quartett – schließlich besteht Steel Horse erst seit knapp drei Jahren – richtig ordentlich. Sie wussten aber auch nur zu genau, was denn gut ankommt. Da wurden die Fäuste geballt, bei „Night Terrors“ die Äxte gekreuzt; die Pommesgabel belegte hohe Inflationsraten. Der erste Crowdsurfer (bei klassischem Edelstahl – geht’s noch) ließ dann auch nicht lange auf sich warten und turnte bei „Line Of Fire“ vor.

Zwar meinte Frontmann Jorge vor „Winds Of Time“, dass seine Stimme noch angeschlagen sei – aber er sang tadellos, sogar die hohen Screams wie bei „Burning Soul“ saßen hundertprozentig. Der Stimmungspegel stieg beständig, und als auch noch mit einer starken Interpretation Iron Maidens „Phantom Of The Opera“ die Herzen der Fans glückseelte, da konnten sie eh nichts mehr falsch machen. „Raise Your Fist“ wurde sogar lautstark mitgesungen, sodass Bassist Angel und Gitarrist Willy übermütig im Takt hüpften oder sich wahlweise in alter Tradition im Simultanaxtschwingenbeimposieren übten. Überraschend starker Auftritt von Steel Horse. Übrigens: Die aktuelle Scheibe „Wild Power“ wird in limitierter Auflage jetzt auch auf Vinyl erscheinen.

Setlist:

Sons Of Fire
Run To Survive
Burning Soul
Night Terrors
Line Of Fire
Winds Of Time
Phantom Of The Opera
Raise Your Fist
Wild Power

Eigentlich sollten als nächstes Tales Of Horror für die ausgefallenen Killing Machine zocken, doch auch hier lag der Teufel im Detail, denn der Bassist steckte nach seinem Job noch im Elbtunnel fest und war nicht rechtzeitig vor Ort. Somit wurde eine längere Umbauzwangspause erstaunlich gelassen hingenommen.

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