Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Hatchery, Cripper, Thrashtanica im Konzert (Weinheim, März 2010)

Hatchery CD-Release „Forced To Fight“
Zum Thema

Hatchery

Cripper hatten die Metal-Messlatte schon hoch gehängt, aber als die Jungs von Hatchery die Bühne betraten, flippte das Publikum regelrecht aus. Die Begrüßungsworte von Frontmann „Zottel“ Müller gingen fast unter in den frenetischen „Hatchery, Hatchery“-Rufen der Meute und so ließen es die Vier nach einem kurzen Linecheck mit „Genocide“ gleich richtig krachen. Eine Handvoll  Fans waren extra zur Release-Party rund 300 km aus Mülheim an der Ruhr angereist. Wenn auch der neue Silberling „Forced To Fight“ quasi gerade erst aus der Taufe gehoben wurde, die eingefleischten Hatchery-Anhänger kannten sie wohl schon in- und auswändig, die Refrains wurden mitgegröhlt, die Lautstärke stieg und mit ihr die Temperatur – wohl dem, der mit gutem Gehörschutz versorgt war, und dazu ein Handtuch wäre auch nicht schlecht gewesen...

So peitschten Zottel und seine Mannen das schweißtriefende Publikum in rasendem Tempo durch die zehn Tracks des neuen Albums, Zottel verlangte seinen Stimmbändern restlos alles ab, er fauchte und kreischte, dass man meinte, im nächsten Moment müsse irgenwo ein Glas splittern. Aber Glas in der Pit geht ja wohl gar nicht – schließlich brauchte man seine Hände, um den Akteuren auf der Bühne die „Pommesgabel“ unter die Nase zu halten und die Stagediver aufzufangen, wenn nicht gerade ein wilder Moshpit zugange war. Langsam verwandelte sich der Konzertsaal in einen Hexenkessel, Publikum und Band stachelten sich gegenseitig an, schaukelten sich hoch. Zottel schwenkte seinen Mikroständer, als wolle er die erste Reihe erschlagen, lief hin und her wie ein wildes Tier im Käfig. Glücklicherweise hielten sich die Saitenbediener in dieser Beziehung zurück, sonst hätte man eine Ampel auf der  kleinen Bühne des Cafe Central installieren müssen.

Diese Party wäre für Andy Iller, den Urheber des Streifens „Schwermetall – Der Film“ die richtige Adresse gewesen, der Welt zu zeigen, was Metal ist! Nach „Final Escape“, dem letzten Titel der neuen CD, war natürlich noch lange nicht Schluss, man war ja gerade so richtig in Fahrt und deshalb waren jetzt noch ein paar Songs aus dem letzten Album „Birth Of A Bomb“ an der Reihe. Die schwer arbeitenden Instrumentalisten brauchten eine kurze Verschnaufpause und so erzählte Zottel der Zuhörerschaft eine Episode von einem Gig in München, bei dem innerhalb eines Songs 23 Stagediver gezählt wurden; das hätte er vielleicht besser nicht getan – Weinheim war heiß und wollte dies überbieten. Beim nun folgenden „Birth Of A Bomb“ wurde die Bühne gestürmt, um sich von dort in die Menge zu stürzen - Monitore kippten, Mikrofonständer fielen der Schwerkraft zum Opfer, Bassmann Ronny, zum Glück nicht zierlich gebaut, hatte Mühe, seinen Platz am Bühnenaufgang zu behaupten –  und am Ende des Songs waren es 43 Crowdsurfer - das Cafe Cental brannte!!! Nach zwei Zugaben durften sich die erschöpften Gastgeber mit ihren Support-Bands dann endlich zum Gruppenfoto nochmals auf der Bühne einfinden – ein wahrlich denkwürdiger Abend für die sympatischen Hatchery.

Setlist:

Genocide
Little Brother
Under One Flag
We Are The Disease
Forced To Fight
Nothing
Song 2.0
Thrash Metal Union
Tonques Of Decay
Final Escape
Crushing Bones
Above The Law
Blood & Guts
Weekend Warrior
---------------------------
Birth Of A Bomb
War

Seite
comments powered by Disqus