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Hart an der Grenze 2014

Eine eigentlich tolle Veranstaltung mit einem fiesen Beigeschmack

Die Plattlinger kämpfen sich tapfer durch ihr Set

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Das Billing ist vielversprechend: Die beiden Headlinerbands haben beide gerade sehr geile Platten herausgebracht und waren (beziehungsweise sind) gerade auf Tour. Dazu kommen sieben weitere ansprechende Bands, einige davon sind heiße Anwärter auf die Plätze der neuen Durchstarter. Zusätzlich wird das Festival gut organisiert, der Preis ist mehr als in Ordnung, Essens- und Getränkepreise stimmen auch und man kann in einer Halle mit hervorragender Akustik feiern. Eine Sache aber fehlt – die Besucher. Selbst die Headliner können nicht einmal 100 Besucher in die Arberlandhalle nach Bayrisch-Eisenstein locken. So ist es ein ziemliches Trauerspiel, als die kurzfristig noch auf das Billing gerutschten

Crystal Death

das Festival eröffnen. Kaum jemand verirrt sich in die Halle und selbst die wenigen, die immerhin schon da sind, stehen vor der Location und rauchen oder quatschen. So ist es für die Plattlinger eher wie eine Bandprobe auf der Bühne als ein Konzert. Tapfer schlägt man sich aber durch den Gig und vor allem Sänger Basti nimmt die schwierige Situation mit Humor. Zu Beginn versucht er noch, die spärlichen Zuschauer zu animieren, aber nach und nach geht er dazu über, die Band dazu aufzurufen, sich selbst zu applaudieren.

Witzigerweise steckt das dann die meisten Zuhörer an und es gibt zumindest Applaus. Die Gruppe, welche stilistisch irgendwo zwischen Motörhead, Metallica und Anthrax angesiedelt ist, kann trotz ihres jungen Bestehens ganz gut überzeugen. Die Songs knallen ganz ordentlich und vor allem der Fronter muss sich nicht verstecken. Allerdings hemmen technische Probleme einen der Gitarristen eklatant. Sein Marshall-Amp verweigert mit absoluter Hartnäckigkeit den Verzerrer. Somit spielt der arme Mann das ganze Set praktisch clean. Man sollte hier erwähnen, dass diese Kombination mit einer verzerrten Gitarre und einer sehr sauber gespielten cleanen gar nicht schlecht klingt. Gute 30 Minuten werden gespielt und zum Abschluss gibt es noch einen W.A.S.P. Klassiker in Form von „I Wanna Be Somebody“. Ein sauberer Einstand.

Setlist:

Into The Pit
We Are The Ones
Rock `N´ Roll
Let’s Get Wasted
Crystal Death
Metal Guides Our Way
I Wanna Be Somebody

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