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Hämatom, Dymytry & Kaizaa im Konzert (Dresden, Oktober 2018)

„Die Bestien sind los“

Dymytry

Wenn schon die Tour unter dem Motto „Die Bestien sind los“ steht, kann man nun das erste Untier bestaunen: Das „Beast From The East“ aus dem tschechischen Prag gibt sich die Ehre und hat gleich noch eine eigene Fan-Schar mitgebracht. Wirklich verwundern tut dies nicht, immerhin ist man schon seit fünfzehn Jahren aktiv und die Heimatstadt liegt quasi nur einen Katzensprung entfernt.

Anfängliche Zurückhaltung gibt es in diesem Fall nicht zu vermelden, schon beim ersten Titel „With An Axe“ fliegen die Pommesgabeln in die Höhe und die Nackenmuskulatur wird ebenfalls schon derb beansprucht. Musikalisch haben Dymytry sich die eigene Sparte Psy-Core geschaffen, dies, um sich verschiedene Genre offenzuhalten, was sicher schon mal kein schlechter Gedanke ist. Wer sich allerdings vorher nicht mit diesem Begriff vertraut gemacht hat, würde bei Titeln wie „Barricades“ oder „Monster“ wohl am ehesten von Nu Metal sprechen. Aber egal welche Definition man hier anbringen möchte, das Ganze haut einfach unheimlich rein. Und reinhauen ist wohl auch das beste Stichwort für das nachfolgende Solo von Bass und Schlagzeug, besonders hinter zweitgenannter Position scheint ein echtes Monster zu sitzen. Miloš Meier bearbeitet sein Instrument dermaßen, dass man den Eindruck hat, er wolle sich jetzt die Seele aus dem Leib trommeln. Ein frenetischer Beifall und Anfeuerungen der Zuschauer sind ihm damit gewiss.

Zu „Ghost Busters“ setzt sich hingegen Frontmann Jan „Protheus“ Macků, der mit seiner vollen kräftigen Stimme begeistert, in Szene. Mit Nebelgeschoss auf dem Rücken gibt es nunmehr eine optische Untermalung, um sich hiernach bei Hämatom für die Einladung und bei den Zuschauern fürs Kommen zu bedanken. Spendiert wird der Song „Hope“, welcher für die Verhältnisse der Tschechen erstaunlich ruhig ausfällt und dennoch mit seiner Kraft überzeugen kann. Die Ruhe währt allerdings nicht lange, das darauffolgende „Bless Up“ lässt es wieder krachen und die Arme in die Höhe fliegen. Damit gehen Dymytry allerdings straff gen Ende des Gigs, der letzte Titel wird angekündigt und da  Musik ja international sei, wird nun nochmal die Menge zum Mitsingen animiert. Der erste Anlauf des „Ho, He“ geht zwar noch mächtig in die Hose, dafür klappt es beim regulären Song „Touchdown“ dann umso besser. Treibende Beats peitschen übers Parkett und lassen ein letztes Mal die Anwesenden zu Begeisterungsstürmen auflaufen, Powerfäuste in die Höhe fliegen und das Haar anständig kreisen. Starke Leistung, die nun den verdienten Jubel einfährt.

Setlist:

With An Axe
Barricades
United We Stand
Monster
Ghost Busters
Hope
Bless Up
Touchdown

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