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Gun Barrel und Warrant im Konzert (Siegburg, Januar 2018)

Ansteckend gute Laune

Gun Barrel

Im Grunde darf man sich einfach nur freuen, dass Gun Barrel noch existieren, sicherlich hat man da als Fan noch die letztjährige Hiobsbotschaft im Ohr, dass das Kölsche Original Rolf – einzig verbliebenes Gründungsmitglied – beinahe über den Jordan gegangen wäre. Ein bisschen zurückhaltender ist er geworden, aber er wirkt auch ein wenig mehr in sich ruhender, wie er da im Rampenlicht steht, seiner Klampfe nicht nur eine Rocknote nach der anderen entlockt, sondern diese auch mit Litern an Schweiß benetzt.

Ohnehin war schon letztes Jahr deutlich, dass das Rock'n'Roll-Quartett durch die weitere Hinzunahme von Klampfer Heiwi an Druck gewonnen hatte, heute ist der Kerl dann auch wesentlich aktiver auf der Bühne – da ist wohl jemand endgültig angekommen, ganz zur Freude der Fans, die nach der Umbaupause schon dicht aufgerückt dem Gun Barrel'schen Treiben entgegenfiebern.

Neu ist heute zumindest vor heimischem Publikum die Vorstellung des aktuellsten Neuzugangs im Bandlager: Drummer Luke ZackZack (auch Fellverdrescher bei den Thrashern Fabulous Desaster). Sollte er nervös sein, so merkt man davon dann rein gar nichts, sorgt er doch mit zackigem Punch für reichlich Druck aus der Hinterhand, sodass sich Gun Barrel auf weitere fette Rock'n'Roll-Shows freuen können. Einer Krönung gleich kommt heute dann auch das Drumsolo nach dem eh schon drückenden „Brace For Impact“ - gelungene Vorstellung, was Luke da heute von heftigem Applaus begleitet vorlegt.

Der Start der Show geht dabei fast in die Hose – Rolf hat Probleme mit einem Gitarrenkabel und es dauert eben ein bisschen, bis Ersatz das Weiterspielen ermöglicht. Alle nehmen das mit Humor, geht ja auch nicht anders, die Stimmung drückt es nicht, „Front Killers“ in der „richtigen Version“ sorgt dann auch schnell für Entschädigung. Eine Pause ist dann erst einmal nicht mehr eingeplant, erst vor „Fearing The Fear Of My Fears“ wünscht Frontmann Thomale noch kurz Frohes Neues und will wissen, ob wir alle denn gut drauf seien – das Feedback ist ordentlich, aber noch ausbaufähig. Gegen Ende des Abends kommen die Fans aber immer mehr aus dem Quark – da heißt es mitsingen bei „Roll Of The Dice“, so manche Luftgitarre wird malträtiert und auch die Powerfäuste werden vermehrt gewuchtet. „Ich hoffe, wir können uns würdig verabschieden“, haut Thomale in die Runde, musikalisch sorgt das Doppelpack „Back To Suicide“ und das sehnsüchtig erwartete „Battle-Tested“ dann für einen fulminanten Abschluss. Da geht heute ja fast unter, dass gleich drei neue Songs sich ins Set mogelten... ein Abend, der es eben in sich hat.

Setlist:

Front Killers
Bashing Thru
The Wild Hunt
Fearing The Fear Of My Fears
Back Alley Ruler
Fire
Brace For Impact
Drum Solo
Might And Main
Suicide Girls
Dynamite Forces
Big Taboo
Roll Of The Dice
Damage Dancer
Lonely Rider
Back To Suicide
Battle-Tested

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