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Graveworm, Agathodaimon, Emergency Gate, Kadavrik im Konzert (Oberhausen, November 2012)

…und der Tod kommt stückchenweise

Frontmann Niklas

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Ein nettes, brutalhartes Viererpackage kündigt sich für diesen Abend an, doch als die ersten im Helvete eintreffen, gibt es gleich eine an sich positive Nachricht zu vernehmen: Eine weitere Band wird den Openerposten übernehmen. Kleiner Haken dabei: Contrast müssen schon ab 19 Uhr auf die Bühne; wer pünktlich zum eigentlich angekündigten Konzerttermin aufläuft, verpasst diese halt. So ist das, wenn man sich ausschließlich auf die Facebook-Kommunikation stützt, da sind dann eben ein paar Leute weniger informiert. Noch nicht einmal der Clubbesitzer wusste von dieser Änderung, er wurde erst an diesem Tag durch Zufall darüber informiert.

Das weitere Abendprogramm hat es allerdings auch so in sich, die Zuschauerzahlen sind erfreulich, der Sound annehmbar, die Laune einfach gut, was bei dem Motto „Fragments Of Death“-Tour nur umso besser passt.

Kadavrik

Quer durch Nordrhein-Westfalen sind die Mitglieder von Kadavrik verteilt, doch selten sieht man solch eine verschworene Gemeinschaft, die zusammen durch dick und dünn geht, wo Freundschaft im Bandgefüge nicht als billige PR-Botschaft herhalten muss, sondern richtig gelebt wird. Noch Anfang des Jahres schien mit dem Release von „N.O.A.H.“ alles im grünen Bereich, doch nur wenige Wochen später wurden die freundschaftlichen Bande durch einen persönlichen Verlust auf eine harte Probe gestellt – und im Endeffekt bestätigt.

Und wer Kadavrik schon einmal live erlebt hat, der weiß, dass hier die volle Dröhnung angeschwärzten Melodic Deaths ansteht, und was auch immer vor der Bühne passiert, die Westfalen geben einfach immer alles und sehen schon beim zweiten Song verschwitzter aus als viele Bands nach einem Stundenprogramm. Schade heute, dass die effektive Spielzeit nur kurz bemessen ist, denn wenn man davon ausgeht, dass sie das neue Album auf der Tour auch wirklich vorstellen wollen, dann ist nur wenig Raum für den einen oder anderen Klassiker.

Und tatsächlich, die Setlist verrät es schon, denn es steht ausschließlich neues Material auf dem Programm, was ja nun per se wegen der hervorragenden Qualität auch nicht von schlechten Musikern ist. Zuerst wie fast überall sind die Fans noch ein wenig zurückhaltend, eine schmerzhafte Lücke klafft zwischen erster Reihe und Bühne, doch schon bei „Legacy“ kreisen die ersten Matten in der Abgeschiedenheit außerhalb der Bühnenstrahler. „Schön, zu Hause zu sein“, meint dann Fronter Niklas, nachdem sich schon die ersten Pommesgabeln gemütlich gemacht haben und sich nach und nach immer mehr Leute im Kellergewölbe einfinden. Eine kurze und klare Ansage an alle Leute, die schön zu Hause sitzen, ein ebenso kurzer Hinweis auf das kürzlich zu „Open Wounds In Salted Sea“ gemachte Video und schnell einfach weiter zocken, obwohl das Intro nicht so ganz will – hier merkt man die Routine, die sich die Band schon gemeinsam erarbeitet hat. Das müssen dann auch zum Schluss die gut 90 Anwesenden so anerkennen. Zumindest fordern diese eine Zugabe, was aber wegen der zeitlichen Begrenzung der Band verwehrt bleibt.

Setlist:

Adiposit Obstipation
Legacy
Die Flut sind wir
Open Wounds In Salted Sea
On The Edge To Lose It All

Seite
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"Ich empfinde Shows zu spielen immer als Privileg..."

In dieser Verfassung purer Genuss

„…das ist nicht ein aufgesetztes Metaltheater, das ist einfach Spirit, der Krokus-Spirit …“

"Metalcore ist nicht umsonst ein abgedroschener Begriff..."