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Grave Digger, Orden Ogan im Konzert (Bochum, März 2011)

Grave Diggers Heimspiel war ein Erfolg

Orden Ogan hatten eine treue Fanschar zu Gast

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Mit knapp 600 Besuchern war die Zeche Bochum für einen Dienstagabend richtig gut gefüllt. Neben einigen Grave Digger-Fans aus der alten Garde waren aber auch viele junge Leute gekommen. Die kurzfristig eingesprungenen Orden Ogan zogen reichlich eigene Fans und konnten so schon zu früher Stunde erhebliche Unterstützung erfahren.

Orden Ogan

Nicht zum ersten Mal tauchen die Arnsberger Orden Ogan im Pott auf. Im Spätsommer konnten sie die Fans an gleicher Stelle im Vorprogramm von Freedom Call begeistern, im Dezember folgte die Tour mit Tiamat und kurz darauf das Stelldichein mit Van Canto, und im Januar rockten sie mit Vehemenz in Oberhausen – und auch dieses Mal waren nicht gerade wenige Fans auch wegen Orden Ogan in die Zeche Bochum gekommen, wenn man die Bandshirts als Maßstab der Zuneigung interpretieren darf.

Dabei hatten die Power Metaller eine schwere Bürde zu tragen, denn erst ein wenig mehr als zwei Wochen zuvor mussten Grand Magus wegen einer Erkrankung ihres Drummers diese Tour absagen. Da war guter Rat teuer, denn Schlagzeuger Ghnu und Bassist Lars konnten sich so schnell nicht beruflich freischaufeln. Nils Löffler aber, der schon Orden Ogan bei ihrer Tour mit Tiamat mit Tieftonklängen versorgte, hatte Zeit. Und sicherlich hatte er die Songs noch parat, was natürlich wegen der Kürze der Zeit recht hilfreich war. Wesentlich diffiziler war aber das Problem zu lösen, auch noch die Position an den Drums zu füllen. Van Cantos Drummer Bastian packte sich kurzerhand das komplette Material in den zwei Wochen drauf und stand für die Tour parat.

In der Zeche hatten Orden Ogan aber auch in dieser „Notbesetzung“ leichtes Spiel. Bass-Nils legte schon bei „To New Shore Of Sadness“ eine perfekte Headbangeinlage hin, Tasten-Nils airdrummte munter weiter, wenn er selbst nichts zu tun hatte, und auch Fronter Seeb badete sofort seinen Blick in den klatschenden Händen. Lediglich Gitarrist Tobias wurde ein wenig vom Rest der Band abgeschnitten, ragten doch die Drums bis fast an den Bühnenrand und ließen so keine Möglichkeit zu, von der einen Bühnenseite zur anderen zu pesen.

Wie viele Fans wirklich anwesend waren wurde dann durch das „Fuck you Pussy“-Spiel mehr als deutlich, denn schon in seiner Einleitung schmetterten die Fans nämlich genau diesen Spruch lautstark entgegen. Später versuchte Nils hinter seinem Keyboard das Spiel gleich noch mal, und auch hier donnerte mit Vehemenz „FYP“ zurück. Seeb machte sich daraufhin noch ein Späßchen daraus, indem er stichelte, ob Nils sich damit zufrieden gäbe. Auch wenn die beiden sich auf Unentschieden einigten – wahre Gewinner waren die Fans durch die stimmige Unterhaltung.

Mit „We Are Pirates“ haben Orden Ogan dazu auch noch einen richtigen Gassenhauer verbrochen, denn nur allzu gerne schrien die Fans den Refrain mit, klatschten wie verrückt und tanzten im Piraten-Ringelreihen übers Parkett. Da bekam der Shirt-Aufdruck „Pussy Metal Deluxe“ gleich noch eine geile Note verpasst. Zum Abschluss durfte natürlich nicht Seebs Aufforderung fehlen, doch bei „Angels War“ die Handys zu zücken und alles mitzufilmen, denn die Band will aus dem auf Youtube hochgeladenen Material einen Videoclip basteln. Das ließen sich dann viele nicht nehmen, während der Rest unter lautstarken Hey-Rufen mit hoch erhobener Faust Bass-Nils beim Headbangen unterstützte. Danach war dann für Orden Ogan Schluss, weswegen auch nur zaghafte Zugabe-Rufe aufkeimten.

Setlist:

To New Shore Of Sadness
Farewell
Welcome Liberty
Easton Hope
We Are Pirates
Angels War

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