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Grave Digger, Nitrogods, Wolfen im Konzert (Bochum, Dezember 2014)

Tourabschluss bietet zahllose Highlights

Man kann sich auch auf dieser dritten German-Metal-Attack-Tour nur verwundert die Augen kratzen. Normalerweise dürfen wir immer wieder das Klagelied erheben, dass der Prophet im eigenen Lande nicht viel Wert ist – und dann dieser Erfolg, von dem natürlich auch die Openerslots insofern profitieren, als dass sie vor einem größeren Publikum ihre Chancen suchen dürfen. Zur Visite treten heute neben dem Headliner und Ideengeber Grave Digger auch die beiden aufstrebenden Bands Nitrogods und Wolfen an. Leider mussten und müssen Heavatar gestern bei der Show in Hamburg und auch heute in Bochum passen, denn ihr Gitarrist erkrankte akut und musste sich sogar stationär in Hospitalbehandlung begeben – gute Besserung auf diesem Wege.

Wolfen

Kleine Vorschau: Bochum, Zeche, nachmittags beim Grave-Digger-Soundcheck. Man kommt ein wenig ins Plaudern, Gitarrist Frank klönt ein wenig aus dem Nähkästchen, lässt wissen, wie viel Spaß die Jungs auf dieser Tour haben, welche Chance ihnen da zuteil wurde, dass sie sogar ein bisschen ihr Programm an das Totengräber-Publikum angepasst haben.

Wie sehr sie aber ihre Chance ergreifen, ist schon beeindruckend; da wird nicht am kleinen Finger gezupft oder die schwielige Handfläche ergriffen, sondern glatt der ganze Schopf fest gepackt. Und welche Vorband kann schon zu früher Stunde von sich behaupten, lautstark mit Sprechchören abgefeiert zu werden? Eben.

Der Weg zum Erfolg führt heute über das neue Album „Evilution“, mit „Unbroken“ greifen Wolfen aber auch auf den 2012er Vorgänger „Chapter IV“ zurück, mit „Y2K geht es sogar zurück bis ins Jahr 2006. Voll ihrer Rolle als Anheizer bewusst, fegen die Jungs nicht nur musikalisch über die Bochumer Zeche hinweg, sondern Zug um Zug schafft es Frontmann Andreas immer mehr, die Fans mit „Wol-fen“, „Nitro-gods“ und „Grave-Digger“-Rufen aufzustacheln – den ersten Teil gibt er vor, den zweiten Teil dürfen die Anwesenden im Publikum herausbrüllen. Nichts davon zu spüren, dass Opener so etwas nicht machen könnten, das funktioniere doch nie.

Mit einem „Kauft unser Merch, wir brauchen das Spritgeld“ geht Andreas auf Werbekurs vor „Unbroken“ – die Fans lassen sich mitreißen und antworten mit zahlreichen Powerfäusten, es wird gelacht, zusammen mit der Band, denn Andreas wirkt so manches Mal ein wenig unbeholfen, gar tapsig, aber auf die liebevolle Art, womit man die Herzen der Bochumer locker erobern kann. „Der nächste Song ist vom neuen Album ,Evilution‘, kennt das einer?“, will Andreas kurz vor Schluss wissen und kann die wenigen Hände an einer Hand abzählen. Nicht schlimm, denn wenn das bisher kaum einer wusste, so hat sich das in Bochum mit dieser couragierten Leistung schlagartig geändert.

Setlist:

Intro
Digital Messiah
Chosen One
Eternity
Unbroken
Y2K
The Irish Brigade

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