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Grave Digger, Mystic Prophecy & Victorius im Konzert (Bochum, Februar 2017)

Zeche Bochum vermeldet: Auch hier erfolgreiche Therapiesitzung

Grave Digger

Zugegeben, ein wenig plakativ mag es sein, wenn man ein „nie waren sie wertvoller als heute“ in den Raum wirft, denn damit wird man Grave Digger ganz sicher nicht gerecht und irgendwie dann aber doch, wenn man sich die heutige Show in Bochum auch noch im Nachgang betrachtet. Die Zeche ist deutlich besser gefüllt als noch beim letzten Abstecher hier vor Ort im Dezember 2015, die Fans einfach gut drauf – passt, will man meinen, denn die „Gladbecker“ haben ja auch mit „Healed By Metal“ ein Manifest des traditionellen Heavy Metal herausgezimmert, was mit nicht immer wohl meinenden Aussagen wie „haben eigentlich mit dem ersten Album alles gesagt und machen seitdem immer das gleiche“ schon eher geadelt als diffamiert wird.

Großer Andrang, großartige Stimmung, auch wenn das teutonische Urgestein gleich mal mit einem Doppelpack vom neuen Album startet und schnell sicher geht, dass die Texte vom Titeltrack oder auch „Lawbreaker“ sitzen – zwei klischeebeladene, bedingungslose Grave Digger-Nummern allererster Kajüte. „Bochum ist immer was besonderes“, umgarnt Chris die Anwesenden und liefert gleich noch kurz eine Story zu den Anfangstagen, die ja hier in der Nähe in einem Jugendzentrum vor 37 Jahren stattfanden und verbindet die emotionale Zeitreise gleich auch mit einem Dankeschön an die Fans. „Ich wollt mich mal dafür bedanken“, so seine Eigenlaudatio, nur um gleich zum Mitsingen anzustiften – klar, „Witch Hunter“ ist eben einer der prädestinierte Mitschmettersongs vor dem Reaper.

In dem mit Highlights gespickten Set, wo sicherlich „Morgane Le Fay“ die größte Überraschung darstellt und endlich auch aus der 99er Mottenkiste herausgekramt wurde, ragt natürlich „Rebellion (The Clans Are Marching)“ - hier schnell noch Stolz vorher den eigenen, anwesenden Sohn grüßen - deutlich hervor, denn hier erschallt ein Chor wie am ganzen restlichen Abend nicht. Ein paar singen gar noch weiter, als die Band schon längst nicht mehr auf der Bühne steht, allerdings mit phonstarken Zugaberufen zurückgeholt werden kann. Zur Belohnung gibt es dann gleich vier Dreingaben mit einem krachenden „Heavy Metal Breakdown“ als Schlusspunkt.

Zwischendurch begrüßt Chris sogar ein paar Fans, wie zum Beispiel Jürgen, persönlich, da wird auch mal die Faust zum Anstoßen über den Fotograben gereckt, ansonsten hat er ja keine Probleme, das Publikum auf Betriebstemperatur zu halten, allerdings bekommen wirklich nur wenige den Titel von „The Dark Of The Sun“, welches mit einem Keyboardsolo endet, fehlerfrei und flüssig hin. „Früher wurde auch behauptet, Grave Digger spielen Black Metal oder würden den Teufel anbeten“, so Chris, „deswegen haben wir auch einen Kirchensong geschrieben“, nur um dann in „Hallelujah“ anzustimmen, was aber von einigen Fans lieber mit einem „Hellelujah“ intoniert wird. Egal ob Messe, Therapie oder welche Vokabel auch immer, dieser Abend hat sich gelohnt. Geheilt? Warum denn, wir sind alle glücklich infiziert.

Setlist:

Healed By Metal
Lawbreaker
Witch Hunter
Killing Time
Ballads Of A Hangman
Season Of The Witch
Lionheart
Free Forever
Tattooed Rider
The Dark Of The Sun
Hallelujah
Morgane Le Fay
Excalibur
Rebellion (The Clans Are Marching)
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The Last Supper
Call For War
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Highland Farewell
Heavy Metal Breakdown

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