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Grave Digger, Mystic Prophecy & Victorius im Konzert (Bochum, Februar 2017)

Zeche Bochum vermeldet: Auch hier erfolgreiche Therapiesitzung

Mystic Prophecy

Das nennt man auch eine fette Ansage, was heute Mystic Prophecy in der Zeche Bochum abreißen, ein ganzes Bündel an hochklassigen Songs, bei dem nur „War Panzer“ nicht ganz mithalten kann, aber bei der Unterstützung heute, die die Bayern abgreifen, spielt das am Ende dann auch keine Rolle mehr, zumal sie mit dem rausschmeißenden „Paranoid“ eine hymnischer Coverversion heraus rotzen, die die meisten Anwesenden in absolute Verzückung versetzt.

Den meisten dürfte das vielleicht nicht aufgefallen sein, aber man darf sich erst einmal verwundert die Augen reiben, denn hinter den Kesseln sitzt nicht wie erwartet Tristan, sondern Scanner-Kesselwemser Hanno Kerstan – da hat einmal mehr klammheimlich ein Wechsel im Line-Up stattgefunden, ohne dass das auf irgendeiner Plattform kommuniziert wurde. Auf die hochklassigen Tracks hat das natürlich keine Auswirkung, trotzdem darf sich natürlich auch Hanno bei seinem Quasi-Heimspiel über so viel Unterstützung freuen, was die Sprechchöre zwischendurch noch mehr verdeutlichen.

Vorher aber sorgen brachiale Groovemonster wie „Killhammer“ oder das deutlich aggressiver einpeitschende, trotzdem sehr melodische „Evil Empires“ für so viel Spaß in den Backen, dass immer mehr Pommesgabeln, immer mehr Applaus und vor allem immer mehr fliegende Matten auszumachen sind. Und wo so viel Applaus Einzug hält, da ist das Mitsingen wie in „Metal Brigade“ nicht fern, die gut geölten Kehlen lassen sich Lautstärke-technisch nicht lumpen, was Frontmann R.D. auch immer wieder mit einem „seid ihr gut drauf?“ oder einem emotionalen „ohne Fans wären sie nicht“ befeuert.

„Das geht lauter, Bochum“, so auch seine unmissverständliche Ansage in „Ravenlord“, als die Fans einmal mehr mit ihren Powerfäusten durch die biergeschwängerte Luft wedeln und einmal mehr mit überzeugenden Whoohoo-Chören der Band einen freudigen Gänsepellenschauer beschweren dürften. Am Ende haben sie sich dann auch redlich verdient, nicht nur einmal mehr mit Sprechchören abgefeiert zu werden, sondern auch die deutlichen Zugabe-Rufe sind ein untrügliches Zeichen für mehr – doch leider ist hier nach gut 45 Minuten Schluss – schade, wenn man weiß, dass mit „To Hell And Back“ zwischendurch schon ein Song gestrichen wurde und vom gerade frisch erneut veröffentlichten Debüt haben sie ebenfalls nichts gespielt. Das gibt dann trotz einer geilen Show ein paar Abzüge in der B-Note.

Setlist:

Savage Souls
The Cruzifix
Killhammer
Evil Empires
Metal Brigade
Burning Out
Ravenlord
War Panzer
Paranoid (Black Sabbath-Cover)

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