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Grave Digger, Fatal Embrace im Konzert (Berlin, Dezember 2015)

Die Party geht weiter

Einen Tag nach dem gelungen Aurftritt in Bochum führt die Reise anlässlich des 35-jährigen Bandbestehens in die Hauptstadt. Da Motorjesus durch eine Verletzung des Gitarristen Andy Peters nicht auftreten können, springt die Berliner Thrash-Metal-Band Fatal Embrace ein. Doch die Absage des eigentlichen Supports ist nicht die einzige schlechte Nachricht, denn über allem schwebt der Tod von Lemmy Kilmister einen Tag vor dem Konzert.

Fatal Embrace

Der schon jetzt gut gefüllte C-Club kann es kaum erwarten, endlich die Ohren versohlt zu bekommen und die nach Weihnachten fett gefressenen Hüften zu schwingen. Diesem Wunsch kommen die schon seit 1993 aktiven Berliner, damals noch als Nosferatu unterwegs, gerne nach und liefern eine amtliche Vollbedienung. Doch schon nach den ersten Songs wird klar, dass die Truppe nicht allzu gut eingespielt ist. Das liegt daran, dass man vor dem recht spontanen Auftritt nicht mehr geprobt hat, da man die Nachricht erst am Heiligen Abend bekam.

Sieht man darüber hinweg, bleibt eine sehr energiegeladene, rohe Old-School-Thrash-Metal-Show, die naturgemäß nicht von allen Anwesenden abgefeiert wird. So zeichnet sich das Berliner Publikum generell durch Zurückhaltung aus, was man besonders merkt, wenn man normalerweise vor allem im Ruhrgebiet unterwegs ist. Der Sound tut neben dem nicht ganz zum Headliner passenden Stil sein Übriges und ist schlecht abgemischt. So brät der Sound zu laut und der Gesang von Dirk zu leise.

Die größten Reaktionen zieht die Band erwartungsgemäß mit einer Huldigung Lemmys und dem anschließend gezockten, sehr gut zum traurigen Anlass passenden Motörhead-Klassiker „Killed By Death“, das aus vielen Kehlen vor der Bühne mitgegrölt und von „Lemmy“-Rufen begleitet wird, bevor die Thrasher mit einem Song aus ihrem Debüt von 1999 über die Zielgerade sprinten.

Alles in allem ein solider Auftritt mit angemessener Spielzeit und hohem Energie-Level, der dem anfangs gesetztem Motto, die Toten zu wecken, leider nicht ganz gerecht wurde. Vielleicht verhüllte man die Lokalmatadore deshalb schon einmal sicherheitshalber in einer Nebelwand.

Setlist:

Wake The Dead
Revelation
Dungeons Of Dread
Haunting Metal
And The Evil Walks Your Way
Slaughter To Survive
Dark Pounding Steel
Penetrate The Night
Assassination
Killed By Death (Motörhead-Cover)
The Ultimate Agression

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