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Grand Magus, Audrey Horne, Zodiac, The Vintage Caravan im Konzert (Hamburg, März 2014)

Vier tolle Bands mit einem klaren Gewinner

Der Funke wollte bei Grand Magus nicht recht überspringen

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Grand Magus

Tatsächlich haben sich bei Grand Magus die Reihen wieder etwas gelichtet, wobei die Schweden sich stilistisch auch am deutlichsten von den anderen drei Bands unterscheiden. Allerdings sind sie immerhin Co-Headliner zusammen mit Audrey Horne und da wäre etwas mehr Enthusiasmus schon angebracht, zumal das Trio weiß, wie man geile Songs zwischen Doom und klassischem Heavy Metal schreibt. Meist im Midtempo angelegt, lässt es sich zu diesen großartigen Riffs wunderbar headbangen und zumindest vorne wird die Band von ihren treuesten Fans abgefeiert, was Fronter JB höfliche Dankesworte entlockt.

Trotzdem können die Jungs einem ein bisschen leid tun, nach der Party bei Audrey Horne ist die Luft raus und der Funke will einfach nicht richtig überspringen. Das ist vor allem deswegen schade, weil die Performance völlig tadellos ist. Tight werden einem bei gutem Sound Riff-Juwelen à la „I, The Jury“, „Steel Versus Steel“ und natürlich „Iron Will“ um die Ohren gehauen und auch an der Gesangsleistung gibt es nichts zu meckern. Selbstredend darf man sich bei nur einer Stunde Spielzeit (genauso viel wie Audrey Horne hatten) wieder einmal fragen, ob ein Drumsolo unbedingt vonnöten ist, aber zugegebenermaßen wurde dies recht smart an „Like The Oar Strikes The Water“ angebaut und ist schon hörenswert.

Setlist-technisch werden ausschließlich Stücke der letzten vier Alben dargeboten, wobei die  neue Langrille „Triumph And Power“ sowie die vorletzten Platte „Hammer Of The North“ mit je drei Stücken etwas stärker vertreten sind. Bezeichnend für den heutigen Abend ist, dass sich nach dem letzten Song „Hammer Of The North“ niemand die Mühe macht, nach Zugaben zu rufen, wie noch bei Audrey Horne ausgiebig geschehen und die Leute bereits aus dem Saal herausströmen, noch bevor überhaupt das Licht wieder angeht und die Musik vom Band ertönt.

Mag sein, dass Grand Magus weniger partykompatibel sind als Audrey Horne (wobei Powerfists und Pommesgabeln bei dem hymnischen Material an sich ja eine Selbstverständlichkeit sein müssen) und nicht deren Ausstrahlung und Aktionsradius besitzen, aber das haben sie nicht verdient, zumal es sogar schon während des Auftritts nach und nach leerer wird. Trotzdem war es ein schöner Abend mit vier sehr guten und ausschließlich sympathischen Bands, von denen Audrey Horne als klarer Sieger hervorgehen. Positiv vermelden darf man außerdem, dass die erste Band auch wie angekündigt um 19 Uhr angefangen hat und nicht einfach schon früher auf die Bretter geschickt wurde. So etwas sollte ja normal sein, aber da diese Unsitte ja leider fast schon Usus geworden ist, sei es einmal lobend erwähnt.

Setlist:

I, The Jury
Sword Of The Ocean
On Hooves Of Gold
Ravens Guide Our Way
Like The Oar Strikes The Water
Drum Solo
Steel Versus Steel
Valhalla Rising
Iron Will
Triumph And Power
Hammer Of The North

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