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Grand Magus, Audrey Horne, Zodiac, The Vintage Caravan im Konzert (Hamburg, März 2014)

Vier tolle Bands mit einem klaren Gewinner

Bluesrock mit viel Seele: Zodiac

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Zodiac

Interessant, was so dabei herauskommen kann, wenn sich (Ex-)Mitglieder einer Melodic-Death-Metal-Band und einer instrumentalen Post-Rock-Truppe zusammentun: Im Falle von Zodiac, bei denen u.a. der frühere Misery Speaks-Gitarrist Stefan Gall und Long Distance Calling-Schlagwerker Janosch Rathmer mitmischen, astreiner Bluesrock. Das Münsteraner Quartett war nicht faul und hat nach dem umjubelten Debüt „A Bit Of Devil“ von 2012 im letzten Jahr in Form von „A Hiding Place“ umgehend nachgelegt und erneut ein starkes Stück Musik veröffentlicht.

Nach einer erfreulicherweise nicht länger als eine Viertelstunde dauernden Umbauphase geht es mit einem sich sehr cool aufbauenden Intro und anschließend dem Titelsong des Erstlings los und zum Glück zeigt sich, dass der Sound viel differenzierter ist als bei der ersten Band, eben so, wie es sein sollte. So kann man die ganzen schönen Details besonders beim Gitarrenspiel von Frontmann Nick van Delft und bereits erwähntem Stefan angemessen genießen – Harmonieläufe sind bei den Jungs schließlich keine Seltenheit – und stellt einmal mehr fest, dass hier einfach nur tolle Musiker auf den Brettern stehen.

Sowohl die Stücke vom 2012er Album als auch die beiden Tracks vom aktuellen Werk, namentlich „Free“ (wo Bassist Ruben Claro mit umgehängtem Tieftöner auch mal an die an der Seite parat stehende Orgel wechselt) und „Moonshine“ sind fantastisch komponierte Perlen in der Schnittmenge aus Hard und Blues Rock, völlig problemlos fügt sich da auch das gefühlvoll dargebotene ZZ Top-Cover „Blue Jean Blues“ ins Set ein (O-Ton Nick: „Wir spielen jetzt einen Blues. Sehr mutig, ich weiß.“), für das van Delft mit seiner leicht rauchigen Stimme auch einfach genau das richtige Organ hat.

Live kommt das Material übrigens auch noch mal um einiges druckvoller rüber als auf Platte. Bedauerlich nur, dass bereits nach 25 Minuten der letzte Song ankündigt wird – doch immerhin handelt es sich um das Epos „Coming Home“, das schon auf dem Album zehn Minuten lang ist und in der Livesituation noch ein bisschen ausgedehnt wird. Der Titel wurde vom Publikum ohnehin schon mehrmals gefordert und kurze Spielzeit hin oder her, diese großartige Komposition, bei der Ruben zum Teil wieder die Orgel bedient, darf einfach nicht fehlen. Ein mehr als würdiger Abschluss eines nur etwa vierzigminütigen, aber dadurch nicht minder geilen Auftritts.

Setlist:

Intro
A Bit Of Devil
Free
Blue Jean Blues
Moonshine
Coming Home

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