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Grailknights, GrinReaper im Konzert (Hannover, Juni 2012)

Mit den Grailknights ist wieder zu rechnen

GrinReaper sind einfach nur am falschen Ort

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Es gibt für Metalheads wahrlich nicht viele Gründe für einen Trip nach Hannover – nach einigem Überlegen fallen da lediglich Cripper und die Grailknights ein. Und gerade jene Grailknights laden nun zur Heimschlacht nach Grailham City – viele Änderungen zum Trotze wird natürlich ein bärenstarker Battlechoir erwartet, um den miefigen Dr. Evil Skull und seine stinkenden Gesellen aus dem Ländle zu vertreiben. Zuvor gilt es aber für Grinreaper, das Schlachtfeld vorzubereiten.

GrinReaper

„Wir stellen uns dem harten Urteil des Battlechoirs“ – so prangt es noch auf der Facebook-Seite von Grinreaper, noch nicht wissend, wie hart diese Schule sein und wie sehr der größte Teil der Anwesenden diese Hannoveraner Truppe ignorieren wird.

„Wir kommen in Frieden“ ist zunächst das offerierte Angebot und wie bei „Tanz der Amüsanz“ liegt die Zuschauerreaktion bei Null – peinliche Stille macht sich breit, lediglich enge Bandbekannte nicken zustimmend, während der Rest teilweise sogar wieder nach draußen flüchtet. Frontmann Mao versucht durchaus mit wohl locker gemeinten Sprüchen, die Stille zu durchbrechen, aber die breit angelegten Erklärungsversuche glänzen eher mit einer guten Portion Trotz und Sarkasmus denn als Witz und nur langsam können sie ein paar positive Rückmeldungen mit „Anpassionata“ erringen.

Die lustig gemeinte, schier endlos lange „10010101101010001001“-Ansage für „Liebes1337“ kommt genauso wenig gut an wie der Versuch, dem Battlechoir ein „Yes Sire“ aus dem Kreuz zu leiern – Mao hatte sich seinerzeit für einen Gesangsposten bei den Grailknights beworben, aber den Kürzeren ziehen müssen. Die „Wir lieben euch“-Sprüche, nachdem sich dann doch Applaus einstellt, versprühen aber so viel Esprit wie die Bundeskanzerlin, die Bestechung mittels Papiergeld – „Alle mögen Geld“ – geht eher nach hinten los, weil einige Fans das Papier wieder auf die Bühne zurückpfeffern. Zumindest ernten sie mit „Nachbarschaftskäufer“ die bisher besten Reaktionen für ihren Auftritt.

Während bei „Leuchstoff“ noch einige HeadbangerInnen die Locken durcheinander wirbeln, so entwickelt sich „Inhalte überwinden“ zum Rohrkrepierer – null Applaus im schwindenden Publikum. Bei „Jetzt ist Sense“ zeigt sich Mao dann gut vorbereitet, indem er einem mit „Applaus“ bedruckten Zettel hochhebt, der seine Wirkung nicht verfehlt. Den größten Schmonzens allerdings haben sie sich für den Schluss aufgehoben, indem sie Motörheads „Ace Of Spades“ mit „All That She Wants“ von Ace Of Base“ verbinden – nein, liebe Grinreapersse, da fiele doch glatt dem Lemmy die Warze ab, wenn er das hätte hören müssen. Die paar versprengten Fan-Seelen seien euch gegönnt, eine Sternstunde war der Auftritt jedenfalls nicht. Viel Glück bei den Aufnahmen zum Album, doch bei dieser Schlacht war die Truppe einfach fehl am Platze – nicht, dass die Sense des GrinReapers über ihnen schwebt.

Setlist:

  • Wir kommen in Frieden
  • Tanz der Amüsanz
  • Anpassionata
  • Liebes1337
  • Sanitöter
  • Nachbarschaftskäufer
  • Leuchtstoff
  • Inhalte überwinden
  • Jetzt ist Sense
  • Ace Of Spades (Motörhead-Cover inkl. Ace Of Base “All That She Wants”)
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