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Grailknights, Face Facts, Trusting Nolan, Enemy Within, Hasteblood im Konzert (Oktober 2009)

Hoher Unterhaltungsfaktor bei der Metal Night

Enemy Within: starke Leistung, toller Auftritt

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Was macht man eigentlich, wenn es sich bei einer Masse an Bands mitten im Pott sehr schwierig gestaltet, zahlreiche Gigs an Land zu ziehen? Der beste Weg ist, durch Eigeninitiative zu glänzen. Es werden befreundete Bands eingeladen, ein fetter Headliner gebucht, die Druckluft gemietet, das ganze Programm eben. Das Konzert wird Metal Night getauft, The-Pit.de als Präsentator eingeladen, und fertig ist ein Billing für die Metal Night Oberhausen, das sich für Fans von Metalcore und Todesstahl sehen lassen kann. Und so war die Druckluft in Oberhausen der rituelle Ort dieses infernalischen Packages, und obwohl die Veranstalter rund um Face Facts keinen wirklichen Vorverkauf starten konnten, ließen sich fast 200 Fans diese Metal Night mit zahlreichen Highlights nicht entgehen.

Hasteblood

Die Druckluft füllte sich nur langsam, es war ja auch noch recht früh an diesem Freitag. Die Krefelder Hasteblood hatten die Aufgabe übernommen, gleich als erstes mal den Anwesenden einzuheizen. Und da der Name der Band nicht Kuschelrock impliziert, war jedem klar, oder es wurde sehr schnell bewusst, dass es hier „einen auf die Omme gibt“. Da aktuell der Sangesposten nicht besetzt ist, sprang Bernd von dem Mönchengladbacher Abrisskommando No in die Bresche und löste die Aufgabe mit Bravour. Innerhalb kurzer Zeit hatte er sich das Material in die Hirnwindungen geprescht, und zusätzlich glänzte er mit aktiver Präsenz auf der Bühne.

Von sonstiger Bühnenshow kann man allerdings generell in der Druckluft nicht sprechen, denn die Beleuchtungsmöglichkeiten sind eher minimal, so schloss sich eine Lightshow eben aus. Die Bands, die sich durchweg im Underground bewegen (außer der Headliner, aber dazu später mehr), kümmerte dieser Umstand wenig. Der Sound knallte recht druckvoll durch die dunkle Halle, und so stand einem musikalischen Hochgenuß nichts mehr im Wege. Im Wege standen höchstens die Zuschauer sich selbst mal wieder, denn wie bei so vielen anderen Konzerten auch wurde mit respektvollem Abstand zum Bühnenrand eher der hintere Teil der Konzertraumes mit Menschen gefüllt, vor der Bühne waren neben Face Facts Shouter Sebastian eigentlich nur die Fotografen zu finden. Dabei hat doch Hasteblood richtig stimmiges Material am Start, man höre sich doch nur solch ein starkes Riffmonster wie  „Forsaken“ an. Hier wird nicht sinnlos geprügelt, viel mehr lockern doomige Parts das Soundgerüst immer wieder auf.

Auch das von der CD „F60.31“ bekannte „A Cold Day In June“ begann recht langsam, ein Riff mit hohem Wiedererkennungswert setzte ein, bevor dann ein wenig mehr Kohlen ins Feuer gekippt wurden. Niemals in purer Raserei endend, immer schön strukturiert – das gefiel auch einigen Anwesenden, denn etwas mehr als Höfflichkeitsapplaus konnten Hasteblood dann doch noch einheimsen. Mehr als ein wippender Fuß, mehr als ein nickender Schädel führen zum Fazit, dass der Opener Hasteblood schon zu früher Stunde ordentlich ankam. Trotz Notbesetzung, trotz der frühen Stunde, und trotz der Tatsache, dass viele wegen der Grailknights gekommen waren.

Setlist:

1. 3am
2  Forsaken
3. Lethal Chill Within
4. Mi Anima Sola
5. Stigmatisation
6. A Cold Day In June
7. Causality One

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