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Goytacá, Manifestic, Tankobot im Konzert (Bochum, November 2015)

Der Underground lebt

Tankobot eröffnen den Abend

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Der Underground lebt. Das trifft heute Abend in zweierlei Hinsicht zu. Zum einen geben sich drei Bands die Ehre, die gerade mal zu Demoehren kamen, lediglich die Headliner Goytacá feiern die Veröffentlichung ihrer EP, zum anderen findet das Konzert im Downstairs, einem Kellerclub im Herzen Bochums, statt. Mehr Underground geht nicht.

Tankobot

Der Konzertraum wird nun ordentlich zum Beben gebracht, denn mit Tankobot steht eine Thrashband, vor allem im Gesang von Jo Fingergrinder zum Death Metal tendierend, auf der kleinen ebenerdigen Bühne. Diese Publikumsnähe nehmen die Kölner begeistert auf und stellen staunend fest, dass sie Fans haben, die die Band wild headbangend empfangen. Zu diesen Fans gehören nicht zuletzt die Bandmitglieder von Goytacá, deren Gitarrist Leon nicht nur den Abend organisiert, sondern auch bis zu seinem Auftritt die Theke schmeißt und den Opener dementsprechend von dort aus feiert.

Auf dem Programm der jungen Combo stehen sämtliche Granaten aus der kürzlich erschienenen Demo, die nicht nur von einem sehr schönen Artwork verziert wird, sondern auch einen für Demoverhältnisse sehr guten Sound bietet. Der kann glücklicherweise auch in die Location transferiert werden und ballert klar und präzise in die rund 20 Nasen vor der Bühne, auf der Tankobot übrigens als erste Metalband überhaupt stehen.

Die Marschrichtung wird gleich mit dem Demo-Opener „Dying Season“ vorgegeben. Hart, brutal, unbarmherzig, vor allem im Midtempo, aber stets mit tollen Gitarrenparts versehen. Definitiv ein Markenzeichen der Band, womit Langeweile eigentlich ausgeschlossen ist. Nachdem also schon mal klar ist, in welcher Jahreszeit wir uns befinden, geht es genauso krachend weiter. So weiß vor allem der Doppelschlag, bestehend aus „Nightmare Bastard Child", einem groovigen Midtemposchleifer, sowie „Punchfuck“ zu überzeugen. Stellt sich nur die Frage, warum es letzterer nicht auf die Konserve geschafft hat.

Passenderweise wurde vor „Nightmare“ der „sportliche Teil“ angekündigt, der sich nun weiter durch das Set zieht und keine Gefangenen macht. Überhaupt fällt der Frontmann durch seine Ansagen auf, in denen er zum Beipiel fragt, wer eigentlich, außer der Band, noch so bei Slayer am Vorabend war, um mit einem „Slayeeeeer“ den nächsten Song einzuleiten. Als auf die obligatorische Frage, ob man sich denn auf die kommenden Bands freue, kaum Begeisterung aufkommt, hat er einen Tipp parat: „Trinkt mehr Bier!“. Diesmal gibt es breite Zustimmung.

So wundert es auch nicht, dass nach dem letzten Nackenbrecher „Brown Of Thorns“ Zugaberufe, auch von der Theke aus, erschallen. Da dies allerdings bereits die Zugabe war und man keine weiteren Songs im Köcher hat, gibt es einfach noch einmal den starken, zum Mitbrüllen einladenden Demo-Abschluss „Day Of Fear“, sodass nach 40 Minuten ein zu großen Teilen zufriedenes Publikum in die Umbaupause entlassen wird und klar ist, dass der Thrash- Metal-Underground um einen weiteren talentierten Newcomer bereichert wird, der Aufmerksamkeit und mehr Auftrittsmöglichkeiten verdient hat. Diesmal vielleicht sogar in der rheinischen Heimat, die von der Truppe in letzter Zeit vernachlässigt wurde.

Setlist:

Dying Season
Grinder Of Giant Beyonds
Nightmare Bastard Child
Punchfuck
Pain Fear Greed Hate
Dimensions Of Dysfunction
Day Of Fear
Brown Of Thorns

Day Of Fear

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