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Gojira, Hypno5e im Konzert (Köln, März 2013)

Perfekte Mittwochabendgestaltung

So langsam scheint sich auch in Deutschland durchzusetzen, was sich auch durchzusetzen hat: Wie geil bitteschön sind Gojira? Fast ausverkauft heißt es heute Abend im Kölner Luxor, was bedeutet, dass sich nahezu 500 Fans auf den französischen Ambient-Death-Metal einlassen wollen – und wie. Zwei Shows sind in Deutschland geplant – die weitere Anlaufstelle übrigens in Frankfurt – und so wundert es nicht, dass viele Fans gleich mehrere hundert Kilometer gefahren sind, um heute dabei zu sein – an einem Mittwochabend. Einfach verrückt.

Doch die Anreise hat sich gelohnt, denn neben einer perfekten Soundwand und einer extrem schweißtreibenden Show kommt sogar der für die meisten völlig unbekannte Opener

Hypno5e

sehr gut an. Da passt es ja ganz hervorragend, dass man live einfach viel schneller Zugang zum Hypno5e-Material bekommt – unsere Katharina hatte ja schon in der Review zur aktuellen Platte „Acid Mist Tommorow“ sehr gut zu beschreiben gewusst, wie sehr man sich beim Silberling hereinhören muss.

Und so dauert es in Köln auch gar nicht lange, bis die ersten Fans völlig angefixt und fast mit offenen Futterluken vom annähernd perfekten Sound erschlagen werden, kopfnickend in den ersten Reihen stehen und sich von der Laut-Leise-Dynamik, den Spoken-Word-Parts, den sphärischen Klängen, aber auch von der gitarresken Urgewalt gefangen nehmen lassen.

Wahrlich keine Musik, bei der man einfach mal so eben ein Ohr riskiert; auch im Luxor muss man sich einfach der Musik hingeben, denn optisch wird nicht gerade viel geboten, ist die Lightshow zum Leidwesen der Fotografen, die einmal mehr nur für die ersten drei Songs in den Graben dürfen, einfach nur mäßig, aber für die Musik durchaus stimmig. Immer wieder wird die Bühne in gespenstisches Dunkel getaucht, lediglich von einzelnen ganz hinten platzierten Strahlern gegenbeleuchtet, wobei der ständige Nachschub eines fast durchgehenden Nebelschleiers der ganzen Szenerie noch etwas Mystisches verleiht.

Die wenigen Songübergänge werden mit Samples gefüllt, sodass eigentlich gar keine Pause entsteht, und wenn sich dann doch heute Abend eine kleine Songlücke auftut, dann halten sich die (neu gewonnenen) Fans auch nicht mit Applaus zurück. „Thank you so much“ – upps, eine spärliche Ansage, die auch noch fast in „Tutuguri“ untergeht – egal, die Jungs aus Montpellier haben hier das Haus gerockt, und wie. Den wenigsten dürfte aufgefallen sein, dass sie das geplante „Story Of The Eye“ leider nicht gespielt haben – macht nichts, beim nächsten Mal halt.

Setlist:

Psycho
Acid Mist Tomorrow
Maintained Relevance Of Destruction II
Gehenne Part I
Gehenne Part I
Gehenne Part III
Brume Unique Obsucrité Part I
Tutuguri

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