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Gloryful, Greydon Fields, Seth 13 im Konzert (Bottrop, April 2014)

Gloryful feiern Release des zweiten Studioalbums

Heute mag der The-Pit.de-Chefredakteur meckern wie er will, aber der Bericht zu dieser Show geht einfach nicht ohne einige, teilweise sehr persönlichen Anmerkungen – so ist das halt, wenn Bands auf der Bühne stehen, deren Protagonisten zum engeren Bekanntenkreis gehören oder wie im Falle des Greydon Fields-Frontmanns Patrick seit drei Dekaden der beste Freund des Schreibers dieser Zeilen sind. Gefeiert wird heute, denn die Gelsenkirchener Power Metaller Gloryful veröffentlichen ihren zweiten Longplayer. Verwundert sind viele, warum denn ausgerechnet im Bottroper Cage Club gefeiert wird, doch die Lösung zum Rätsel ist denkbar einfach: Vor gut eineinhalb Jahren hatten Gloryful hier ihren Vertrag mit Massacre Records unterschrieben. Leider müssen ConcEptoR ihre heutige Show absagen, weil der Drummer ganz kurzfristig ins Krankenhaus kam – innerhalb von zwei Stunden war dann doch kein Ersatz mehr aufzutreiben.

Seth 13

Den Auftakt übernehmen heute auf Einladung hin Seth 13 aus Lüdenscheid, die zwar schon mehr als zehn Jahre dort im lokalen Raum aktiv sind, hier aber noch für die Masse völlig unbekannt sind. Seit gut zwei Jahren scharrt Frontmann und Gitarrist Frank nun eine neue Truppe um sich, die nun auch ernsthaft nicht nur an Songs schreibt, sondern diese auch als Demo aufnehmen will. Als Drummerin klemmt sich Sue (auch bei Adligate) hinter die Kessel, die zweite Klampfe wird von Joe bedient und als Bassist konnten sie sich Thilo „Tlow“ krallen.

Den Auftritt selbst kann man ganz gut unter „zwiegespalten“ ablegen. Deutlich Achtziger-inspirierten Metal spielen sie, sie selbst bevorzugen Thunder Metal, doch der daraufhin zu erwartende Donnerschlag bleibt aus, denn viel zu statisch und ohne großen Schwung reißen die Vier ihren Teil herunter. Frank, mit einem Headset als Mikro eigentlich nicht fest gebunden, stiefelt zwar gleich zweimal ins Publikum, dabei stakst er aber so vorsichtig, als würden überall Bananenschalen ausliegen. Zudem kommt noch, dass die Ansagen viel zu defensiv, fast schon schüchtern sind, ein zartes „Weiter mit…“ sorgt gerade nicht für aufkommende Partystimmung.

Und wenn der Funken erst einmal nicht zündet, dann gelingt auch die Animation zur Powerfaust wie bei „On The Path Of Evermore“ nicht. Und als hätte es nicht schlimmer kommen können, geht auch noch zwischendurch die Gitarre des Frontmannes in Eimer und es dauert einige Zeit, bis die Ersatzklampfe bei peinlicher Stille startbereit ist.

Das hört sich jetzt wie ein total und völlig misslungener Auftritt an, doch mit dem fast jamartigen „Per Aspera Ad Astra“ liefern sie dann doch noch einen sehr überzeugenden Rausschmeißer ab, der sogar den befreundeten Fans ein paar deutlich Zugabe-Rufe entlockt, die dann mit „Rescue Me“ erfüllt werden. Unterm Strich aber müssen Seth 13 viel mehr aus den Hufen kommen, um dauerhaft auch Fans auf ihre Seite nicht nur zu ziehen, sondern auch zu halten. Unter den Eindruck der heutigen Show wird das ein verdammt hartes Unterfangen.

Setlist:

The Arrival
Ready, Come On
Love Or Hate
Why
Battlefield
You And I
On The Path Of Evermore
Per Aspera Ad Astra

Rescue Me

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