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Ghost, The Oath im Konzert (Hamburg, November 2013)

Satanismus und Spaß dabei

Hatten unter einem offensichtlich inkompetenten Soundmann zu leiden: The Oath

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Ghost sind immer mehr im Kommen. Das Debüt „Opus Eponymous“ war überaus erfolgreich und schon beim Nachfolger „Infestissumam“ konnte der Hörer folgerichtig einen weitaus polierteren Sound und aufwendigere, bombastischere Arrangements wahrnehmen – außerdem wurde mit Nick Raskulinecz ein echter Starproduzent verpflichtet. Zum Glück sind die Trademarks des diabolischen Sextetts auf der aktuellen Platte trotzdem unüberhörbar geblieben – beim Verfasser dieser Zeilen läuft das Album jedenfalls seit Monaten rauf und runter. Meine Wenigkeit hatte bislang noch nicht das Vergnügen, die vermummte Truppe live zu sehen und somit war die Vorfreude umso größer.

The Oath

Zunächst jedoch tritt pünktlich um acht Uhr noch die einzige Vorband an diesem Abend an: The Oath sind laut Metal-Archives in Berlin ansässig, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Multikulti-Truppe mit Mitgliedern aus Deutschland, Schweden und Frankreich. Die Band ist noch sehr jung, wurde erst im letzten Jahr gegründet, weswegen man mit der Single „Night Child“/ „Black Rainbow“ bisher auch lediglich eine Veröffentlichung am Start hat.

Das Interesse beim Publikum ist dennoch gar nicht mal so gering, wie man anhand dieser Tatsache hätte befürchten können. Natürlich klaffen immer noch viele Lücken in der Menge, aber ein paar hundert Nasen haben sich mit Sicherheit bereits eingefunden. Passend zur Hauptband fühlen sich auch die Hauptstädter ganz offensichtlich im okkulten Doom Rock/ Metal zu Hause, die Nähe zu Black Sabbath und Konsorten ist eindeutig auszumachen, wobei das Material des Quartetts – bestehend aus zwei Frauen an Gesang und Gitarre und zwei Männern an Bass und Schlagzeug – wesentlich zäher daherkommt als das des heutigen Mainacts und deutlich mehr (Doom)Metal-Anleihen besitzt.

Besonders Sängerin Johanna Sadonis weiß mit kraftvoller, aber melodischer Stimme zu gefallen und das Ganze macht prinzipiell einen durchaus brauchbaren Eindruck – wäre da nicht dieser völlig verhunzte Sound. Ein einziger Brei ist es, der einem da entgegenwummert und hauptsächlich aus Bass zu bestehen scheint, und auch mit der stets mit unheimlich viel Hall versehenen Gitarre kommt der Soundmann offenkundig nicht klar. Es ist nicht zu begreifen, warum der zahlende Gast in Sachen Ton immer wieder mit solch unprofessionellen Leuten gestraft wird, die ihren Job nicht vernünftig erledigen können. Davon haben weder die Zuschauer noch die Band etwas, wobei sich The Oath dennoch über wohlwollenden Applaus und eine Handvoll Leute, die die Combo abfeiern, freuen dürfen. Nach gut vierzig Minuten, in denen die dem Löwenanteil des Publikums unbekannten Songs meist ohne große Übergänge durchexerziert werden (die Ansagen fallen entsprechend sehr spärlich aus), räumt das deutsch-schwedisch-französische Konglomerat die Bühne für Papa Emeritus II. und seine Ghouls.

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