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German Swordbrothers Festival 6

Kult hat in Lünen mittlerweile einen Namen

Schon nach dem Vorverkauf war abzusehen, dass der Besuch bei der sechsten Auflage des German Swordbrothers Festivals nicht schlecht sein wird, am Ende sind es dann 330 Fans, die sich aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus ins Lükaz aufmachen – auch wenn vielen die Bands im Billing nicht viel gesagt haben und ja auch Steve Grimmett's Grim Reaper als Headliner wegen der Amputation des rechtes Beines unterhalb des Knies bei Steve selbst eher Hiobsbotschaften denn freudige Aussichten waren. Am Ende des Abends ist aber bei vielen Fans leider schon die Luft raus, vielleicht sollten die Organisatoren darüber nachdenken, einfach eine Stunde eher anzufangen und somit auch gegen 23 Uhr aufzuhören, zumal alle, die auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr angewiesen sind, auch wieder nach Hause kommen müssen. Ansonsten aber einmal mehr eine rundum gelungene Veranstaltung, vom Fressbudenstand über den Metalmarkt bis hin zum prallen Bühnensound bei allen Bands – gerade bei letzterem ist man im Lükaz ja schon regelrecht verwöhnt. Kurzes Schmankerl dann noch einen Tag vor dem Festival: Selbst der WDR ist mit seinem Lokalteil Dortmund auf das Spektakel in Lünen aufmerksam geworden und machte im Vorfeld Werbung... Chapeau.

Lunar Shadow

Und noch etwas, das positiv in Lünen auffällt: Schon der Opener Lunar Shadow darf vor voller Halle spielen und kein einsames musikalisches Eröffnungsritual halten. Das passt natürlich gerade in die frische Partylaune der Jungspunde, haben sie doch gestern erst mit „Far From Light“ ihr Debütalbum veröffentlicht, welches anschließend auch mehrmals über die Merchtheke wandert und zumindest die goldfarbene Vinylversion somit vor Ort vergriffen ist.

Und wenn schon so viele Gäste vor der Bühne stehen, wundert es nicht, dass schon nach dem ersten Doppelpack der Applaus entsprechend gut ist. „Wir sind schon seit Jahren immer hier gewesen...“, lässt Gitarrist Max „Savage“ Birbaum wissen, nur um stolz verkünden zu können, wie schön es doch auf der Bühne sei. Ausnahmen bestätigen hier die Regel, die Fans sind begeistert, auch wenn Lunar Shadow als Band aus good old Dschörmanie ja eher in der Unterzahl sind – die Mischung stimmt, die Truppe reißt dazu ein feines Posing-Feuerwerk ab, lediglich Frontmann A. Vornam dürfte noch mehr an seiner eher ungelenk wirkenden Performance arbeiten. Gesanglich lässt er dagegen keine Wünsche offen und intoniert den epischen Metal recht unaufgeregt, aber eben auch über solide.

Powerfäuste zu „Hadrian Carrying Stones“, noch mehr davon bei „The Hour Of Dying“, dazu schon früh reichlich fliegende Matten und mit „Metal Anarchy“ auch ein krachendes Warfare-Coverstück am Ende – da hat sich die frühe Anreise doch gelohnt. Und selten dürfte hier ein Opener schon so sehr auftriumphiert haben.

Setlist:

Metalian
Kokra Khan
They That Walk The Night
Hadrian Carrying Stones
The Kraken
The Hour Of Dying
Triumphator
Metal Anarchy (Warfare-Cover)

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Das ist halt auch der Ruhrpott, da geht es gerade heraus, was Sache ist

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