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Full Metal Night

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Zum allerersten Mal fand nun die Full Metal Night in Düren statt.

Als erstes durften Divine Zero die Bühne betreten und das taten sie auch mit ziemlichem Tatendrang. Die Band aus Erkelenz hämmerten ihren Death Thrash Metal durch die Boxen, dass es eine Freude war. Schnelle Parts wechselten sich immer wieder mit gemäßigtem Tempo ab, dazu der hasserfüllte Schreihgesang, eine gute Kombination. Nach „The Judgement“ und „Nihilism Enterprises“ hatte man schon Teile des Publikums für sich gewonnen.

 

„Empire“ sorgte für weitere angeheizte Stimmung. Gitarrist Ben`s Gesicht konnte man vor lauter Haaren nur selten erblicken, aber was er auf der Gitarre ablieferte, hatte Hand und Fuß. Lediglich Keyboarderin Nadja war fast gar nicht zu sehen, so wie sie seitlich im Dunkeln platziert wurde. Aber auch klangtechnisch fiel sie erst bei den letzten, neueren Songs ins Gewicht. „Black Annihilation“ und vor allem das schnelle „Virus“ wussten zu begeistern.

 

 

 

Bei „Death My Command“ wollte Björn wissen, ob er das Publikum hören kann, da er es wegen des ihm entgegenscheinenden Lichtes nicht sehen konnte. Die Antwort aus dem Publikum ließ nicht auf sich warten. Leider wurde dann mit „The Casket Nausea“ auch schon der Schluss des Konzertes angepeilt, welcher dann mit „Headshot Messiah“ einen letzten Höhepunkt erleben durfte.

 

Divine Zero Setlist:

 

The Judgement

Nihilism Enterprises

Empire

Black Annihilation

Virus

Death My Command

The Casket Nausea

Headshot Messiah

 

Danach waren Guerrilla an der Reihe. Leider verzögerte sich die Umbaupause, da man mit dem Drumsound wohl nicht so recht zufrieden war. Als es dann endlich soweit war, stieg die Kölner Hasscombo mit „Cenardium Down“ auch gleich recht kräftig ein, bis der Frontmann dem Publikum dann erklärte, dass sie aus Kölle kämen, worauf der Hinweis kam, dass dies ein Vorort von Düsseldorf sei. Nun gut, da wohl keine Kölner zugegen waren, ging es ohne Prügelei mit „Vaginance“ weiter.

 

 

 

Ich muss zugeben, dass ich die Band bisher nur vom Hörensagen kannte und mir die Musik auch noch nicht durch die Gehörgänge gedroschen wurde. Aber so ganz traf die Combo nicht meinen Geschmacksnerv, aber einem nicht unerheblichen Teil des Publikums schien es zu gefallen. Ich hoffe auch, dass ich hier die Songnamen richtig zitiert habe.

 

Auf jeden Fall zog die Band eine harte, straighte Show ab und konnte beim Publikum punkten. Kein Wunder, dass zwei Bandmitglieder Slayer bzw. Pantera Shirts trugen, denn das passt auch ganz gut zur Beschreibung ihrer Musik. Allerdings würde ich noch Bands wie The Haunted mit zu den Einflüssen zählen.

 

Guerrilla Setlist:

 

Cenardium Down

Vaginance

Shatter

Mire

Clemency

United

Stake

Oldschool

Imperial Doom

 

Dann waren mit etwas Verzögerung Evidence Of Fear an der Reihe. Es gab Technikprobleme, welche die Band dann auch ziemlich nervten. Um die Wartezeit zu überbrücken, stellten sie klar, dass sie schon längst spielen wollten und ließen alle im Publikum aufzeigen, denen langweilig war. Dann nach einiger Zeit wurde endlich mit „Antigravity“ losgelegt, bevor dann mit „Point Of No Return“ ein erster Höhepunkt der Setlist rausgehauen wurde.

 

 

 

Auch wenn der Sound nicht optimal war, so legten sich die Dürener doch mächtig ins Zeug. Besonders Sänger David konnte durch seinen variablen Gesang (Screams, Growls) punkten, dazu noch sein Erscheinungsbild, das machte Laune. Dass man auch Spaß versteht, demonstrierten Ansagen wie: „Das ist hier doch kein Kontest, wer am längsten die Arme verschränken kann!“.

 

Da ließ es ich der Fronter auch nicht nehmen, ins Publikum zu gehen und dort weiter zu performen. Welches aber direkt drei Fans als Gelegenheit ansahen, die Bühne zu entern und kräftig abzubangen. Nun ja, bis dann der Befehl kam:“Jetzt aber mal wieder runter hier!“. Tja, David braucht halt für seine Performance Platz. Guter Gig, gute Performance, ich freu mich schon auf ein Wiedersehen.

 

Evidence Of Fear Setlist:

 

Antigravity

Point Of No Return

Another Dead Hero

Uschi

Ballas 25

Exorcism

Olli`s Song

Time Travel

 

Dann wurde es Zeit für den Headliner Scornage. Aufgrund der Probleme im Vorfeld betrat man erst nach 23:30 die Bühne. Aber die Band ließ sich nichts anmerken und legte mit „Society Kills“ erstmal richtig los. Auch wenn inzwischen mehrere Mitglieder etwas verschnupft waren, so merkte man direkt, dass sie deutlich besser drauf waren als noch vor einer Woche in Krefeld. Nahtlos schloss sich „The Ancient One“ an den Opener, bevor Guido das Wort ergriff: “Düren, wie geht`s Euch? Hab ich was falsch gemacht? Vielleicht kennt uns der ein oder andere, ansonsten lernt Ihr uns jetzt kennen!“ Und weiter ging`s mit „Pure Motorized Instinct“. Jawohl, da kam Freude im leider inzwischen etwas dezimierten Publikum auf.

 

Auch das nachfolgende „Higher“ wurde gerne zum Bangen genutzt. Das reichte Guido aber nicht und er pushte weiter: „Ein Song für ältere Leute… wie den Malte…Keep It To Yourself!“ Nee, das hat der arme Malte nicht verdient, ist er doch bewegungstechnisch der Agilste in der Band. Aber wer die Scornies kennt, der weiß, dass man mit viel Spaß bei der Sache ist. Das bekam dann aber auch Guido zu spüren, als ein Fan aus dem Publikum ihn in Anspielung auf seine neue Frisur mit einem Haubentaucher verglich. Guido war etwas sauer und motzte:“Quak Quak, zu albern heute!“, aber wer den Schaden hat, braucht halt für den Spott nicht zu sorgen. Aber die anwesenden amüsierten sich köstlich.

 

 

 

Dann ging es mit „The End Of The Foodchain“ weiter. Jawohl, da es sich um die gleiche Setlist wie vor einer Woche handelte, wussten wir natürlich, dass nach der Ansage „Was Schnelles zum Wachwerden für uns. Ein Neuer, der kommt irgendwann raus!“ nur „Made In Hell“ kommen könnte. Ja, der Sound passte inzwischen und die Band war richtig gut in Fahrt. „Und wenn wir gerade da unten (Made in Hell) sind, was ist, wenn da kein Platz mehr ist?“, na logisch : The Dead will walk the Earth! Hier kam „When There Is No More Room In Hell“. Ich denke mal, dass der Song nicht so schnell wieder aus der Setlist zu nehmen ist. Aber da gibt es ja auch ein „Blood Splatterd Banner“, welcher ja schon in Krefeld entfallen war.

 

Egal erstmal, denn nun war es Zeit für „I`m Your Fear“. Das Publikum mobilisierte nochmal seine Kräfte und rockte kräftig ab. Leider war dann auch schon Schluss, denn man war eigentlich schon viel zu spät an der Reihe, so fielen auch diesmal die beiden Zugaben weg. Schade, aber die Technikprobleme im Vorfeld hatten einfach zu viel Zeit gekostet.

 

 

 

Scornage Setlist:

 

Society Kills

The Ancient One

PMI

Higher

Keep It To Yourself

Scared To Be

The End Of The Food Chain

Made In Hell

When There Is No More Room In Hell

I`m Your Fear

 

Fazit: Hier ist ein neues sympathisches Metal Festival entstanden, welches wohl mehrmals im Jahr stattfinden soll. Die gemütliche kleine Location passt gut, wenn die Bühne mehr in seiner Ganzheit beleuchtet wird und die anderen Technikprobleme wegfallen, darf man sich auf viele richtig gute Festivals freuen. Die Szene lebt auf jeden Fall in Düren und das Ambiente stimmt. Wir freuen uns schon auf die nächste Full Metal Night.

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