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Front Line Assembly, Mind.In.A.Box, Clicks im Konzert (Oberhausen, Saint, 2010)

Die EBM-Dinosaurier laden zu einem großartigen Abend
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Front Line Assembly

Endlich ist es soweit, die Dinosaurier des EBM betreten, nach schier unendlicher Umbauzeit die Bühne. Wobei betreten nicht das richtige Wort ist: Der Kanadier Bill Leeb springt wie ein Flummi auf die Bühne und ist das gesamte Set nicht still zu kriegen. Es ist Party angesagt im Oberhausener Saint. Mittlerweile tanzen Fans dichtgedrängt nicht nur vor der Bühne, sondern auch rund um den Tresen. Dass Bill Leeb gerade im September 53 Jahre alt geworden ist, merkt man ihm die gesamte Setlist nicht an, er feiert, er tanzt, er hüpft und still steht er geradezu nie. Seine Fans auch nicht. Von Beginn an feiern, tanzen und singen die Anhänger der Kanadier.

Nach einem kurzen Intro wird mit „I.E.D“ der zu gehende Weg aufgezeigt: Harte Gitarrenriffs, das Keyboard in fester Hand, ging es direkt zum Erfolgssong „Angriff“ über. Der Sound im Saint ist einfach großartig, die Bässe regen alle Zellen im Körper an: Tanz, feier und verausgab dich. Die Setlist zeigt deutlich die Zufriedenheit der Band mit dem neuen Album, denn ein Großteil stammt von „Improvised Electronic Device“. Bill Leeb nimmt zwischendurch immer wieder Kontakt zum Publikum auf und dies auf deutsch, Zeit zum Verschnaufen gibt er sich nicht, ist der eine Song zu Ende, wummern die Bässe direkt weiter. Mit jeder Minute wird deutlich: So schade, dass es das einzige Konzert in NRW ist und im Kopf wird die Strecke zu den anderen Veranstaltungsorten durch gegangen. Eine schöne Aktion ist, als Bill Stefan von Mind.In.A.Box. zum heutigen Geburtstag gratuliert. Bei „Resist“ hält es einen Fan nicht mehr auf dem Tanzboden, er erklimmt die Box und tanzt dort; nicht sehr lange, da steht er wieder auf dem Boden des Saint. Die Stimmung ist ausgelassen und Front Line Assembly zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Wie fit Bill Leeb ist und wie sehr diese Tour ihnen gut tut, machen sie immer wieder deutlich, wenn sie an die Trommeln treten und dort nochmals alles rausholen. Selbst Bills Stimme ist heute Abend stark und steht jederzeit im Vordergrund.

Viel zu schnell verabschieden sich Front Line Assembly mit den Worten: „This is our last song“ und „Prophecy“ erklingt. Aber nein, so leicht werden die Jungs aus Vancouver nicht von der Leine, äh, Bühne gelassen. Es wird geklatscht, Zugaberufe fordern eine sofortige Wiederkehr, und dieser Wunsch wird umgehend erfüllt. Ob es eine Entschuldigung dafür ist, dass sie nur diesen einen Ort hier in NRW besuchen, oder ob es ein Dank an die Fans im Saint ist, darf erraten werden, es gibt nämlich mit „Bio Mech“ sogar noch eine zweite Zugabe. Und dennoch mag sich auch nach dem dritten Abgang keiner so recht von der Bühne wegbewegen, die schweißnassen Körper scheinen alle zu sagen: „Kommt bloss bald wieder!“.

Setlist:

1. Intro
2. I.E.D
3. Circuity
4. Angriff
5. Resist
6. Release
7. Hostage
8. Plasticity
9. Pressure Wave
10.Prophecy
11.Shifting Through The Lens
12. Millenium

13. Liquid Separatice
14. Mindphaser

15. Bio Mech

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