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Front Line Assembly, Mind.In.A.Box, Clicks im Konzert (Oberhausen, Saint, 2010)

Die EBM-Dinosaurier laden zu einem großartigen Abend

Bill Leeb in Aktion

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Nachdem Front Line Assembly am 25. Juli 2010 ihr neues Album „Improvised Electronic Device“ veröffentlichten, ließen sie auch direkt verlautbaren, dass sie im Herbst wieder auf Tour gehen. Die Freude bescherte den EBM-Fans ein hüpfendes Herz, aber ebenso gab es direkt einen Wermutstropfen: nur ein einziges Konzert in NRW. Das versprach aber sogleich ein volles Haus. Am 3. Oktober ist es endlich soweit; im Gepäck der EBM-Dinosaurier gut verstaut, entknitterte sich zuerst die polnische Band Clicks.

Clicks

Die junge Band legt sogleich los, elektronische Klänge gemischt mit Keyboard- und Schlagzeug-Einflüssen. Der Sänger kr-lik selber stellt das Projekt als Dance Music vor, als elektronische Version von AC/DC und genau so klingt es. Die Jungs sind aufgeregt, Fehler passieren, die noch wenigen Fans vor der Bühne wippen dennoch im Takt und die sympathische Art von Lukas (Schlagzeug), Tomek (Keyboard) und kr-lik steckt an und der Abend nimmt einen positiven Anfang. Doch irgendwer meint es nicht gut mit Clicks, das neu gekaufte MacBook fährt mitten im Song „Fuckup“ runter, wie passend. Hier zeigt sich die Professionalität der noch jungen Polen, die selber Fans von Combichrist sind. Das Publikum wird integriert, Tomek soll „Something“ singen, was er tut, und es klingt, wie, ja wie schon, wie „Something“. Die letzten Herzen sind somit gewonnen und als nach einem Reboot die ersten Töne wieder zu vernehmen sind, die Hasstirade auf Apple und deren Imperium ein Ende hat, spielen die Jungs ein letzten Song „Happy“ und verlassen die Bühne. Gut gemacht, lernt und kommt wieder.

Setlist:

1. This Is Jeopardy
2. You’re Here To Stay
3. New Beginning
4. Again And Again
5. A New Way
6. This Is The Place
7. TV
8. FUCKUP
9. Happy

 

Mind.In.A.Box

Von vielen schon erwartet, betreten Mind.In.A.Box aus Österreich die Bühne. Im Gegensatz zu Clicks sind die Österreicher schon als Vorprogramm beworben und so finden sich unter den Front Line Assembly-Fans einige Anhänger des Elektro-Projekts. Die Musiker beginnen direkt zu verzaubern, zwischen einer sanften Stimme und hämmernden Beats lassen sich auch die harten Riffs von Adam Wehsely-Swiczinsky und Robert Stift sehr gut unterbringen. Songs wie „Amnesia“ und auch „Stalkers“ führen in das Geschichtenerzählen von Mind.In.A.Box ein.

Mind.In.A.Box ist nicht nur elektronische Musik, die zum Tanzen anregt, sie erzählt eine fortlaufende Geschichte von Album zu Album. Und heute Abend schaffen es Mind.In.A.Box, diese kurz anzureißen: nämlich die Geschichte des Agenten Black und der Gruppe der „Sleepwalker“. Dass Mind.In.A.Box längst kein Geheimtipp mehr sind und live ebenso gut wie auf CD, machen sie deutlich und das Publikum ist mehr als überzeugt, die ersten brauchen nämlich dringend Flüssigkeitsnachschub. Sehr passend für die Geschichte ist auch die Kulisse des Saints, guter Auftritt einer Band, die nicht nur als Support-Band zu betrachten ist.

Setlist:

1. Remember
2. Amnesia
3. Stalkers
4. Certainty
5. Light & Dark
6. Whatever Mattered
7. Second Reality

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