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Frei.Wild, Killjoy, Raven Henley im Konzert (Oberhausen, November 2010)

Frei.Wild sorgen für unvergleichliche Stimmung

Raven Henley wird als Opener bereits erstaunlich gut gefeiert

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Das „Gegengift“ von Frei.Wild ist seit dem Oktober diesen Jahres fertig gemischt und die Südtiroler begeben sich auf den Weg quer durch die deutschen Konzerthallen, um ihr Gift zu versprühen. Nach dem Erfolg ihres Best Of-Longplayers „Hart am Wind“, das in den deutschen Albumcharts auf Platz 15 hinaufschoss, greifen Frei.Wild mit ihrem „Gegengift“ nun zur nächsten Waffe, die im Deutsch-Hard-Rock-Mantel getarnt wie eine Bombe einschlägt.

Das „Gegengift“ hat schon vor dem Tourstart ganz Arbeit geleistet und Hunderte Fans infiziert, die heute Abend alle zur Oberhausener Turbinenhalle gepilgert sind, um ihre Band dort zu feiern. Schon der Vorverkauf lief erstklassig, so dass kurzfristig die Trennung der Halle gecancelt wurde und heute Abend somit die gesamte Turbinenhalle Frei.Wild und deren Fans zur Verfügung steht. Die prall gefüllte Treppe, vollgestopft mit infizierten Fans, ist schon lange vor dem Einlass in bombastischer Stimmung. Laut wird „Mexico“ von den Böhsen Onkelz gebrüllt und auch in der Turbinenhalle geht die Gaudi weiter. Die Fans lassen keine Gelegenheit aus, Stimmung zu machen und wirken bis zum Anschlag gespannt vor Vorfreude auf Frei.Wild. Im Inneren der ausverkauften Turbinenhalle bündeln sich die Stimmen zu einem lauten Grölen und Singen. Die Stimmung ist schon bombastisch, bevor überhaupt eine Band die Bühne betreten hat. Das verspricht ein gewaltiger Abend zu werden.

Raven Henley

Die beeindruckende Stimmung bekommt zu allererst Raven Henley zu spüren, der als Opener mit seiner Band auf der Bühne steht. Das Publikum ist unglaublich guter Dinge und Raven Henley dürfte über diesen Support ab der ersten Minute sicher nicht schlecht gestaunt haben. Die Fans jubeln und klatschen, wie es manche Headliner nicht zu spüren bekommen und Raven Henley hat allen Grund, sich glücklich zu schätzen. Der Husumer wird von dem Frei.Wild-Sänger Phillip Burger produziert und zudem schreibt er die Texte, die nun von Raven Henley durch die Boxen hallen. Klar, dass es sich dabei um Deutschrock handelt.

Auf der Bühne ist es, im Vergleich zum Treiben im Publikum, eher ruhig. Die Musiker, die mit ihm auf der Bühne stehen und für die instrumentalen Klänge sorgen, halten sich bedeckt im Hintergrund, während Raven Henley gefühlvoll seine Songs singt. Er gibt sich offenbar große Mühe zu gefallen, allerdings kann man nicht leugnen, dass die Musik zwar nicht schlecht ist, aber auch nicht sonderlich innovativ. Man hat das Gefühl, alles schon mal gehört zu haben. Die Fans nehmen es, wie es kommt, und machen das Beste aus der Zeit des Wartens auf Frei.Wild. So kommt es sogar zum Mosh im Publikum, bei dem ein Unglücksrabe seinen Schuh verliert. Nachdem Raven Henley während eines Gitarrensolos in den Fotograben gestiegen ist, um ein paar Fans zu begrüßen, macht er eine Durchsage: „Es kann doch nicht sein, dass hier jemand nur mit einem Schuh rum läuft!“. Der besagte Schuh erreicht sogar den Bühnengraben. Ob sein Besitzer ihn allerdings noch abgeholt hat, bleibt fraglich.

Raven Henley bittet zwei mutige Fans auf die Bühne zu kommen, und mit ihm einen seiner Songs zu singen. Es findet sich tatsächlich ein wackerer Sänger, der sich unbedacht auf die Bühne an das zweite Mikro stellt, und einen ganzen Text vollkommen gelassen mitsingt. Für diesen mutigen Auftritt bekommt der junge, unbekannte Herr ordentlichen Applaus. Genauso, wie ihn Raven Henley bekommt, als sein Gig beendet ist und er unter großem Applaus die Bühne verlässt. Ein großartiger Auftritt für einen Newcomer wie Raven.

Setlist:

1. Neue Ziele - Neues Glück
2. Aus dem Weg
3. Nie und Nimmer
4. Mein Leben Ohne Dich
5. Richtung Schicksal
6. Wochenende
7. Du brauchst keinen Namen
8. Schweinehund
9. Die Norm

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