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Flotsam And Jetsam & Messerschmitt im Konzert (Essen, August 2017)

Speed'n'Thrash-Mania im Turock

Flotsam And Jetsam

Die Arizona-Recken Flotsam And Jetsam sind live eine Macht – und das demonstrieren sie auch heute mehr als beeindruckend. Umso ärgerlicher daher der Umstand, dass bei weitem keine 200 Fans an diesem Samstagabend ins Turock pilgern und dem Thrashquintett beiwohnen, wo Frontmann Eric A.K. irgendwie kein bisschen weiter altern will und stimmlich hunderte an Old-School-Veteranen locker in die Flucht schlagen könnte.

Dazu kommt dann natürlich auch die ganze Bandbreite an Klassikern, die sie sich auch heute wieder aus den Ärmeln schütteln und nur beim Opener „Hammerhead“ eine kleine Schwäche leisten, was an Neudrummer Ken Mary liegt, der einen Einsatz versemmelt, aber ohne große Probleme vom weiteren Rhythmusteam aufgefangen wird. Nur so ganz nebenbei: Der seit drei Jahren etatmäßige Schlagzeuger Jason Bittner hat mittlerweile bei Overkill angeheuert und wird einen Tag später mit den Thrashern in der Zeche Bochum erwartet.

Ab und zu verfällt Eric A.K. heute auch in Plauderton, leitet seine kurzen Statements immer mit einem kumpelhaften „Hi“ ein, verweist wie bei „I Live You Die“ auch mal darauf, dass sie nun den ältesten Song ihrer Karriere spielen oder entschuldigt sich schon fast wie bei „Seventh Seal“ dafür, dass sie auch einen Song vom aktuellen Album spielen. „Ich weiß, ihr habt genug von dem neuen Zeugs“, haut Eric in die Runde und schon wummern die ersten Takte von „Dreams Of Death“ aus den Boxen, für die Old-School-Lauschlappen dann eine mehr als „akzeptable“ Entschuldigung.

Wo so viel gute Stimmung ist – die Fans bleiben gesittet, fuchteln fleißig mit den Pommesgabeln und manche headbangen auch wild, allerdings können Flotsam And Jetsam nicht einmal annähernd die Meute so in Bewegung bringen wie noch Ende April hier Warbringer den Laden auseinander genommen haben - da sind dann die fetten Sprechchöre nicht fern, Eric applaudiert, verneigt sich vor den Fans und muss doch kurz vor Ende „Doomsday For The Deceiver“ von der Setlist streichen – dabei waren schon ein paar Introsekündchen verstrichen. „No Place For Disgrace“ markiert dann auch das Ende des Showabends nach gut 75 Minuten, anschließend wird der Club zügig für eine anstehende Pop-Party hergerichtet – darüber hatte Eric übrigens auch ein paar markant verächtliche Worte verloren. Selbst die starken Zugabe-Rufe verlocken nicht zur Verlängerung.

Setlist:

Hammerhead
Monkey Wrench
She Took An Axe
Seventh Seal
Dreams Of Death
Desecrator
Life Is A Mess
Hard On You
Iron Maiden
Me
I Live You Die
Smoked Out
No Place For Disgrace

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