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Fistfull Of Metal 2012

Eine hervorragende Organisation und ein Spitzensound für leider zu wenige Besucher

Das Grande Finale: Vader

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Vader

Zum großen Finale des Fistfull Of Metal Festivals blasen Vader. Die Polen sind nach wie vor eine konstante Größe im Bereich des Death Metals und so ist es nicht verwunderlich, dass sich praktisch alle Besucher des Festivals den finalen Gig nicht entgehen lassen möchten.

Mit leichter Verspätung startet der Auftritt, der von Beginn an zeigt, dass Vader nichts von ihrem tödlichen Charme verloren haben. Mit donnernder Lautstärke geht es in die erste Runde. Die Band lässt wahrlich nichts anbrennen. Alleine die Opener „Return To The Morbid Reich“ und „Sothis“ demonstrieren die Kraft der Combo sehr eindrucksvoll. Bis hinten an der Bar flattern den Besuchern die Kleidungsstücke, wenn Drummer James die Bassdrum malträtiert.

Nach den ersten beiden Nummern begrüßt Peter die Fans in recht akzeptablem Deutsch und erntet dafür lauten Begrüßungsapplaus. Mit „Come And See My Sacrifice“ geht es weiter und sofort wird aus der gerade freundlichen Atmosphäre wieder eine bedrohliche Hölle. Nicht nur akustisch verwandelt sich die Halle in ein bedrohliches Szenario, auch visuell wirkt die Veranstaltung immer beklemmender. In gleißendes rotes Licht getaucht und in wabernden Nebel gehüllt, wirken die schemenhaften Protagonisten fast unwirklich und unmenschlich.

Umso packender wirken die Songs des Quartetts und vielerorts gibt es im Publikum kein Halten mehr. Als dann mit „Cold Demons“ der erste Song der legendären „Litany“-Platte zum Zuge kommt, wird es noch unruhiger im Zuschauerraum. „Ich höre euch nicht!“, ruft Peter in die Menge. Eine Antwort erfolgt, aber sie geht gnadenlos im Bassdrumdonner unter.

Einen weiteren Höhepunkt markiert natürlich „Wings“. Auch die Nummer stammt vom Album „Litany“ und zeichnet sich ebenfalls durch äußerste Brutalität aus.

Die Setlist hangelt sich von einer Topnummer zur nächsten. Zum Schluss haben Vader 16 Nummern auf dem Zähler, als sie mit „ Helleluyah!!! (God Is Dead)“ ihr Konzert regulär beenden. Als Zugabe gibt es noch „This Is The War“ und das Slayer-Cover „Raining Blood“. Was kann man sich mehr wünschen?

Setlist:

  • 1. Return To The Morbid Reich
  • 2. Sothis
  • 3. Come And See My Sacrifice
  • 4. Devilizer
  • 5. Cold Demons
  • 6. I Am Who Feasts Upon Your Soul
  • 7. Black Velvet And Skulls Of Steel
  • 8. Wings
  • 9. Carnal
  • 10. Sword Of The Witches
  • 11. Breath Of Centuries
  • 12. The Final Massacre
  • 13. Decapitated Saint
  • 14. Silent Empire
  • 15. Dark Age
  • 16. Helleluyah!!! (God Is Dead)
  • 17. This Is The War
  • 18. Raining Blood

Ein paar abschließende Worte noch: Das Fistfull Of Metal Festival 2012 präsentierte sich als sehr gut organisierte Veranstaltung von Fans für Fans. Leider kamen – wie bei vielen anderen Veranstaltungen 2012 – einfach zu wenige Besucher. Die Ursachenforschung hierfür müssen andere betreiben, ein Grund wird aber wohl die hohe Festivaldichte im Jahr 2012 sein. Ein anderer könnte das schwer Death-Metal-lastige Billing oder auch die Location, die sich relativ weit ab vom Schuss befindet, sein.

Trotzdem wird die Veranstaltung wohl vielen Besuchern als heftiges Festival mit absolut coolen Bands und Gästen in Erinnerung bleiben. Ganz offensichtlich gilt die Regel „umso brutaler die Bands, umso friedlicher die Fans“ nach wie vor. 

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