Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ferryman, The Guardian, Punch'n'Judy & Lyra's Legacy im Konzert (Dortmund, Oktober 2017)

Zwölf Jahre Qualitäts-Hard-Rock aus Dortmund

Lyra's Legacy legen einen ordentlichen Auftakt hin

Zum Thema

Solch einer Einladung folgt man doch nur allzu bereitwillig, denn die Hard Rocker Ferryman feiern ihr zwölfjähriges Jubiläum und haben sich dafür drei ihnen verbundene und befreundete Bands als Support eingeladen. Ungewöhnlich ist allerdings der Spielort, denn die Tyde Studios in Dortmund dürften in der Rockszene ein noch gänzlich unbeschriebenes Blatt sein. Und so ist die Anfahrt dann auch für Ortsunkundige ein wenig abenteuerlich, landet man doch eher bei der Wasserschutzpolizei denn vor dem Club – und dort ist dann auch erst einmal das große Parkplatzsuchen vor Ort angesagt. Das gediegene Ambiente mit Einblick zum Livekochen ist gemütlich, der kleine Konzertsaal durch einen vielleicht etwas zu niedrigen Eingang und auch die Örtlichkeiten in der ersten Etage nur über die Treppe zu erreichen – Nichtinklusion lässt hier leider grüßen.

Lyra's Legacy

Bei der Bochumern Lyra's Legacy scheint es gerade richtig rund zu laufen. Zum einen wäre da der frisch eingetütete Deal mit Roll The Bones Records, wo dann Anfang 2018 das Debütalbum „Prisoner“ erscheinen wird, zum anderen scheinen sie auch das Faninteresse für sich gebucht zu haben, denn einer der Anwesenden ist für den heutigen Opener gleich auch mal 140 Kilometer angereist – Undergroundsupport, ick hör dir trapsen.

Es wäre ja dann auch zu schön, um wahr zu sein, wenn denn alles so richtig glatt laufen würde, denn zumindest dieses Quintett muss heute mit dem noch gewöhnungsbedürftigsten Sound des Abends leben, was aber die Anwesenden kaum davon abhält, mit gutem Applaus die ordentliche Darbietung auch gebührend zu honorieren. Da passt es dann auch ganz gut, dass gut vierzig der am Ende vielleicht fünfzig Gäste schon anwesend sind. Die meisten Stücke hat dann heute eh keiner auf der Pfanne, denn bis auf „Utopia“ und „Mirror Of My Life“ spielen Lyra's Legacy ausschließlich Songs vom kommenden Album, ein Test unter Livebedingungen.

Spaß haben sie auf der Bühne, das ist immer wieder zu spüren. Gitarrist Andreas stiefelt kurz ins Publikum und drückt seiner holden Jeanette, Frontfrau bei Dawn Of Destiny, auch mal einen Schmatzer auf, der im April neu eingestiegene Keyboarder Rom (der Stachelhaarige von ex-Everflow) grient und reckt auch mal die Pommesgabel in die Kamera und auch Bassist Tobias steppt das eine oder andere Mal durch die Fanreihen und schiebt wie bei „Breath Of A Winter's Night“ die Anwesenden erfolgreich Richtung Bühne – was schlussendlich auch freudig aufgenommen wird.

Und so wird dann in „Utopia“ auch nicht nur fleißig mitgeklatscht, sondern am Ende deutlich nach einer Zugabe verlangt, was mit dem neuen „Misguided“ auch mehr als gerne erfüllt wird. Sauberer, solider Auftritt, der eben wie erwähnt ein bisschen unter dem Sound leidet. Übrigens: Wer Lyra's Legacy und Dawn Of Destiny auch mal an einem Abend zusammen auf der Bühne erleben will, hat am 3. Februar 2018 beim Rise Of The Underground Vol. 3 in Gelsenkirchen die Gelegenheit dazu – sollte man sich im Konzertkalender schon mal dick anstreichen.

Setlist:

Intro
Reign Of Greed
Hero Of The Night
Prisoner
Breath Of A Winter's Night
Utopia
Since You Left Me
Mirror Of My Life
Misguided

Seite
comments powered by Disqus

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

„Bisschen Bier, bisschen Headbangen, bisschen Metal“

Insgesamt gelungener Tourauftakt im verregneten Hamburg