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Fear Factory, Neaera im Konzert (Köln, März 2010)

Eiskalter Stahl traf auf matschigen Sound

Fear Factory lebten von den alten Songs

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Richtig eiskalt war es in Köln, nicht nur frisch, sondern wirklich richtig eiskalt. Und trotzdem schienen Fear Factory schwer angesagt zu sein, denn knapp 700 Fans gönnten sich die Angst- in der Essigfabrik zu Köln. Von draußen bemerkte man es lediglich an den zugestellten Parkplätzen, denn bei der Witterung hielt sich doch die Masse lieber in der Halle selber auf. Hier schlug dem Gast nach Eintritt durch die schweren Tore feucht verschwitzte Luft entgegen, dabei hatte doch noch keine Band gespielt. Die Münsteraner Neaera konnten sich den Supportslot krallen, und nicht gerade wenige Shirts dieser sympathischen Combo wurden im engen Rund zur Schau getragen.

Neaera

Für drei Shows hatten Neaera die Chance bekommen, sich im Vorprogramm der scheinbar übermächtigen Fear Factory zu behaupten. Das allein hätte schon für weiche Knie sorgen können, und erschwerend kam hinzu, dass den Gesichtern der Fans schon ein paar Fältchen mehr anzusehen waren – die Lenze gehen halt nicht spurlos vorüber. Doch erfrischend respektlos bretterten die Deather aus Münster mit „Armamentarium“ munter ins innehaltende Volk. Der Sound war mies, nicht nur ein wenig schlecht, sondern mit Tendenz zu grottig. Doch die Jahre auf der Bühne haben Neaera zu einer Band reifen lassen, die mit solch schlechten Begleitumständen umzugehen weiß und nicht viele Worte über Dinge während der Show verliert, die sie in diesem Moment eh nicht ändern kann. Vom Fleck weg wurden sie auch von einem kleinen, aber umso intensiveren Pogomob mittig vor der Bühne begrüßt. Mit „I Loathe“ wurde dann erstmals Mucke vom aktuellen Scheibchen vorgestellt, welches mit ungeheurer Präzision schon fast den Hörnerv der Anwesenden sezierte.

Gönnten sich Neaera bisher kaum eine Pause, so wurde vor „Prey To Anguish“ noch kurz Luft geholt und sich artig bei den Fans bedankt, dass sie doch so gut aufgenommen würden, und als Dankeschön hobelten sie die nächste Granate ins Mett. Etwas übermütig verstieg sich Fronter Benjamin dann dazu, dem Tieftonversorger Benjamin spielerisch mit dem Fuß den Allerwertesten zu stempeln.

„Spearheading The Spawn“ verleitete dann mit seinem groovigeren Start zu einer Matte aus fliegenden Matten, die Zuschauer applaudierten auch bis in die letzten Reihe und zeigten Zufriedenheit an. Und auch mit dem Abschluss „Synergy“ konnten sicherlich die Münsteraner noch den einen oder anderen Fan neu hinzugewinnen.

Setlist:

Armamentarium
Let The Tempest Come
I Loathe
Prey To Anguish
Spearheading The Spawn
Synergy

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