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Faun im Konzert (Osnabrück, Oktober 2011)

Ungewöhnliche Kulisse für mittelalterliche Klänge

Faun lieben ungewöhliche Orte zum Spielen

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Es ist Sonntag, die Sonne strahlt vom Himmel und es ist für Oktober noch recht warm. Perfekt für einen Zoobesuch. Das dachten sich viele Besucher, die in den Zoo Osnabrück strömten, wo dieses Wochenende zusätzlich ein Mittelalterliches Spectaculum stattfand.

Extra aus München angereist waren Faun, die ein Kontrastprogramm zu den Trink- und Tanzliedern bildeten, die an diesem Tag von anderen Bands gespielt wurden. Bei ihnen geht es mystisch zu und die Texte sind meist in alten Sprachen gesungen. Die kleine Bühne ist von hohen Bäumen umringt und liefert die passende Kulisse für ein Faun-Konzert. „Im Wald unter Tieren“ heißt es in ihrem Lied „2 Falken“ und das nehmen sie an diesem Wochenende sehr genau. Passend dazu ist die Nebelmaschine ständig im Einsatz, taucht die Bühne in ein magisches Licht und die Band verschwindet öfters im Nebel. Drei Mal spielten Sie an diesem Tag, zwei kurze und ein langes einstündiges Konzert.

Besonders beim letzten einstündigen Konzert war die Stimmung sehr gut. Da es schon spät und kalt geworden war, waren nur noch die Leute da, die den Klängen lauschten. Normale Zoobesucher hatten schon die Heimreise angetreten. Erst als der letzte Ton auf der Bühne verstummte, wurde applaudiert und man sah Faun an, dass es ihnen richtig Spaß machte, auch wenn die Zuschauerzahl im Vergleich zu anderen Festivals klein war. Oliver lieferte Geschichten und Erzählungen zu den einzelnen Liedern. Bei "Tinta" klärte er über den sehr romantischen Text auf und dass sogar Kinder bei diesem Lied auf Konzerten gezeugt worden seien, was das Publikum zum Lachen brachte. Bei "Wind und Geige" und "Da Que Deus" legten Oliver und Rüdiger auf der Nyckelharpa und Rahmentrommel beeindruckende Soli hin, Rairda zeigte bei "Pearl" ihre ganze Stimmgewalt und sie ernteten viel Applaus. Treibende Melodien und Beats lieferten Fiona und Niel, die besonders beim "Andro" zeigten, dass ein mittelalterlicher Dudelsack und ein neuzeitlicher Computer gute Musik zusammen machen können. Fiona tanzte mit ihren Flöten über die Bühne und kam sogar bis an den Bühnenrand, um dem Publikum noch näher zu sein. Von Niel war die ganze Zeit nicht viel zu sehen, da er sich hinter seinen Laptops im hinteren Bereich der Bühne versteckte. Die Nebelschwaden machten es nicht leichter ihn zu sehen und deswegen konnten die Zuschauer nur einen Blick auf ihn erhaschen, wenn er die Bühne betrat und verließ.

Als letztes Lied spielten sie „Hymn To Pan“, das mittlerweile fest ins Repertoire eines jeden Konzerts gehört. Die Bühne verdunkelte sich und nur noch der Beamer schickte Lichtstrahlen in den Himmel. Hypnotisiert vom Licht und der Musik genossen die Besucher die letzten Minuten, sangen ein letztes Mal mit, bevor Faun alle mit einem guten Gefühl nach Hause schickten.
Musikalisch wie optisch drei sehr gute Auftritte, die sicherlich zu ein paar Fans mehr geführt haben. Als Location einen Zoo zu wählen hat schon etwas Besonderes und die Zeit zwischen den Auftritten kann genutzt werden, um einen Spaziergang zu den Tieren zu machen. Ein Zoomitarbeiter machte am Ende sogar Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder ein Spectaculum im Zoo geben wird.

Setlist

  • Tagelied
  • Andro
  • Tinta
  • Wind Und Geige
  • Ne Alouj El
  • Hymn To Pan
  • Iyansa
  • Zeitgeist
  • Rosmanrin
  • Da Que Deus
  • Pearl
  • Sirena
  • Iduna
  • Rhiannon
  • Fort
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