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Fates Warning, Sun Caged im Konzert (Essen, Februar 2011)

Prog-Power im Turock – heiße Show im arschkalten Februar

Sun Caged konnten sich neue Fans erspielen

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War das eine Überraschung? Da kommen die Amis für lediglich vier Shows über den Teich gejettet, wovon gleich drei Gigs in den Niederlanden stattfanden. Doch eine Show wurde mitten ins Herz des Ruhrgebiets verfrachtet – einmal mehr fand eine exklusiver Gig im Essener Turock statt. Die holländischen Progressiv-Rocker Sun Caged waren wie in Essen auch bei den restlichen Gigs als Support mit dabei. Einziger Haken in Essen: Es hätten auch mehr Zuschauer da sein können. So tummelten sich am Ende gute 400 Nasen im Raucherclub und sorgten trotzdem für viel Spaß.

Sun Caged

Wenn man in die Gesichter der Anwesenden schaute, hatten viele ein fettes Fragezeichen dort sitzen, denn kaum jemandem waren die Niederländer Sun Caged geläufig – lediglich absolute Insider wussten sogar, dass sie auch als Support bei dieser Tour dabei waren. Doch so unbekannt sind sie nicht, formierte sich diese Truppe doch schon im Jahre 1999, brachte 2000 und 2002 zwei Demos heraus, und 2003 folgte das Debut „Sun Caged“. Vier Jahre später veröffentlichten sie den zweiten Rundling namens „Artemisia“, und schon geschlagene zwei Jahre kann man nun verfolgen, dass sie an ihrer nächsten Scheibe unter dem Titel „The Lotus Effect“ werkeln. Der Release soll jetzt im Frühjahr 2011 erfolgen – warten wir es ab. Anscheinend ließ sich die Band durch die zahlreichen Wechsel auf Personalebene nicht bremsen.

Sun Caged bezeichnen ihre Mucke mit einer Mischung aus Ambiente und Jazz bis hin zu Progressive Metal, und davon haben sie auch jede Menge in ihren Sound verbaut, denn gleich schon im ersten Song frickelten sie detailverliebt drauf los und sorgten so für die ersten Überraschungsmomente. Zwar waren die Keys von Rene eine Spur zu leise und konnten die wirren Vertastungen nur erahnen lassen, und auch der Gesang vom leicht schüchtern wirkenden Frontmann Paul kam ein wenig dünn rüber, aber trotzdem sorgten sie von den ersten Takten an für Kinnladenklappen.

Artig bedankten sie sich bei den immer zahlreicher werden Fans für das frühe Kommen und zockten mit „Tip-Toe The Fault Line“ ein brutales Riffmonster, welches Sun Caged auch live trotz der Komplexität offensichtlich fehlerfrei intonierten. Trotz der diffizilen  Musikstücke hatte die Band aber auch etwas mitzuteilen, denn „Reductio Ad Adsurdum“ handelt davon, dass doch die Leute häufig den falschen Weg gehen, obwohl sie wissen, dass sie auf dem Holzweg sind.

Viel besser kam allerdings die Ansage an, dass alle, die am Merch etwas kaufen, gleich auch eine Promo-CD mit den Stücken der nächsten Scheibe dazu bekämen – dieses Unterfangen traf auf offene Augen und Geldbörsen.

Sun Caged begeisterten auch in den folgenden 15 Minuten mit komplexen Arrangements und gewannen sicherlich auch einige Fans dazu – da hatte sich die Frage nach dem „Habt ihr Spaß?“ kurz vor Toreschluss schon fast erübrigt. Nicht immer konnten die Supportbands in Essen derart großen Applaus einsacken.

Setlist:

Secrets Of Flight
Tip-Toe The Fault Line
Reductio Ad Absurdum
Ashes To Earn
Pareidolized (The Ocean In The Shell)
Departing Words

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