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Fates Warning, Kingcrow, Aeranea im Konzert (Bochum, April 2014)

Fates Warning in Höchstform vor wenigen ZuschauerInnen

Fates Warning

Als letztes Jahr die Prog-Helden Fates Warning im Turock vor 260 Leuten spiel(t)en (mussten), da war es eigentlich ein Armutszeugnis der Szene hier im Pott. Heute Abend sind es knapp an die 130 Fans, die sich die Truppe am Ostermontag anhören und -sehen wollen – natürlich ist das viel zu wenig. Dabei kann sich jeder mal schön in die eigenen Ostereier beißen, denn so gut wie an diesem Abend waren sie hier vor Ort schon lange nicht mehr, was allerdings die anderen Shows nicht schlecht machen soll. Nur heute passt einfach alles zusammen: Spielfreude, die Setlist, mit Ray Alder ein charismatischer Frontmann, der heute nicht an einer Erkältung leidet, Grimassenkönig Jey Vera, der mit so viel Leidenschaft seinen Tieftöner zupft, dass man sich vor lauter Leidenschaft in den Staub werfen will, und auch die Gitarrenfraktion mit dem virtuosen Feintuning lassen einfach keine Wünsche übrig.

Wenn man heute fernab vom Besucherschnitt einen Mangel sucht, dann vielleicht noch, dass der Sound einen Tacken zu laut eingepegelt ist, die Regler scheinen auf Vollanschlag zu stehen. Das aber ist dann einmal mehr Jammern auf höchstem Niveau, dann an der Show an sich gibt es nichts auszusetzen, selbst die technischen Probleme in „One“ sind flugs behoben. Ray entschuldigt sich dafür, ein Fan ruft ein „spielt das doch einfach noch mal“ herein, Ray aber verweist auf die ausführlich lange Setlist und kündigt „Life In Still Water“ an.

Viele Pausen bauen Fates Warning nicht gerade ein, somit sind auch die Ansagen einmal mehr spärlich gesät. „Das ist von neuen Album“ oder „wir spielen euch was neues“, so Ray immer wieder kurz und knapp. „Hände hoch, alle mitsingen“, so der Frontmann schon fast ausflippend emotional bei „Point Of View“, was er dann mit „ich kann mich noch an letztes Mal erinnern, ihr seid verrückt“ um Längen schlägt. Die Fans befinden sich aber auch im Dauertanzmodus, glänzen durch Textsicherheit und rufen das komplette Powerfaust- und Mitklatschprogramm ab, sodass die Progger dort oben meinen könnten, sie spielten vor mehreren tausend Leuten. „Danke, dass ihr alle da wart“, so Ray noch kurz vor dem phänomenalen Rausschmeißer Monument“.

Nein, hier kann noch nicht Schluss sein, lautstark feiern die Fans mit „Fates Warning“-Sprechchören die Band und verlangen nach mehr. Joey kommt auf die Bühne, haucht ein „Pssst“ ins Mikro, die Menge ist mucksmäuschenstill, man hört im Backstagebereich einen Schrei und schon langen die Amis mit der „I Am“-Breitseite zu. Eine Show zum Träumen, eine musikalische Nacht für die Ewigkeit, die die Fans für immer mit dem Fates-Warning-Kosmos verbindet.

Setlist:

One Thousand Fires
One
Life In Still Water
Into The Black
A Pleasant Shade Of Grey III/ V/ VI/ XI
11th Hour
Point Of View
Firefly
Through Different Eyes
Wish
Another Perfect Day
Monument
---------------
I Am
Still Remains

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging