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Fates Warning, Kingcrow, Aeranea im Konzert (Bochum, April 2014)

Fates Warning in Höchstform vor wenigen ZuschauerInnen

Gute Miene zum bösen Spiel? Sauer sein und sich doch vollkommen professionell verhalten? Diese Aufgabe haben heute Abend Fates Warning umzusetzen, denn auf der kurzen Tour sind überall die Hütten voll, nur in der Bochumer Matrix ist und bleibt es an diesem Ostermontag mit knapp 130 Gästen doch recht übersichtlich. Schade, denn die Heavy-Progger sind in bester Spielhöchstform, dazu sorgt der Support Kingcrow ebenfalls für heruntergeklappte Kinnladen. Als lokaler Support sind die Melodic/ Doom MetallerInnen  Aeranea mit einem ihrer ersten Konzerte überhaupt am Start.

Aeranea

Viele Konzerte haben die Essener Aeranea noch nicht absolviert, umso schöner für das Quartett, dass sie den Supportslot für die heutige Show ergattern konnten. Mit Christopher E. Kassad ist sogar ein recht bekanntes Gesicht aus dem Jesus On Extasy und Cadavian-Umfeld zu sichten, der sich hier ein neues Betätigungsfeld aufgetan hat. Die Band scheint auch noch im Aufbau zu sein, zumindest treten sie heute ohne Bassisten auf und lassen die entsprechenden Tonspuren vom Band laufen, und auch die dicht atmosphärischen Keyboardpassagen kommen aus der Konserve.

Eigentlich muss man nicht erwähnen, dass Opener es irgendwie immer besonders schwer haben, in Bochum aber sieht das ein bisschen anders aus. Zwar traut sich das Gros der Anwesenden nicht bis zur Bühne heran, allerdings tummeln sich auch einige Supporter der Truppe im Publikum herum, wenn man die Shirts als Messgrad heranziehen kann.

Geboten wird eine Mischung aus Melodic/ Doom Metal, der in tiefen melancholischen Sphären anzusiedeln ist und gerade durch die live manchmal etwas zu monotone Stimme Christinas getragen wird. Optisch kann man auch ein wenig den Eindruck gewinnen, dass die Klischeeregister ausgereizt werden: Ein wenig künstlicher Schmutz hier, ein wenig kaputte Kleidung dort, das Gaffatape am Oberschenkel gehört genauso dazu wie die eine oder andere platzierte Kette.

Leider mischt sich ein bisschen Pech und wohl auch Nervosität ins Set, denn mitten in „Prayers Die“ muss Christopher ein Gitarrenkabel auswechseln – die anderen aber spielen weiter und lassen so keine Soundlücke aufkommen. Ärgerlicher ist dagegen, dass gleich zweimal der Funksender aus der Hosentasche rutscht und auf dem Boden landet. Aber auch hier lässt die Truppe keine peinliche Pause aufkommen.

Die kurze Spielzeit nutzen sie voll aus, die Pausen werden mit Samples überbrückt, Christina gibt sich lieber bedeckt und haucht nach „In Endless Litanies“ ein zartes Dankeschön heraus. Etwas Stimmung kommt auf, als sich ein gutes Dutzend Fans bei „Ways To Hell“ zum Mitklatschen animieren lassen. Der Applaus bleibt insgesamt recht übersichtlich, einige Freunde sind da etwas euphorisierter. Abwarten, was da noch von der Band kommt, das Debüt „As The Sun Died“ soll jedenfalls Ende Juni erscheinen, der Auftritt heute ist eher noch ein bisschen durchwachsen.

Setlist:

As The Sun Died
Impurity
Prayers Die
In Endless Litanies
Ways To Hell
Your Nameless Heart
An Aetherial Nightmare

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