Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Fates Warning, Divided Multitude im Konzert (Essen, Oktober 2013)

Sehr souveräne Fates Warning hätten mehr ZuschauerInnen verdient

Ray Alder ist stimmlich bestens aufgelegt

Zum Thema

Fates Warning

Fast zehn Jahre haben Fates Warning gebraucht, um mit „Darkness In A Different Light“ ein neues Studioalbum zu veröffentlichen. Gut 260 Fans vor Ort sind also heiß auf diese neue Fates Warning, was schon einmal deutlich mehr als noch vor zwei Jahren im Turock sind. Und wie heiß die Fans sind, zeigt sich allein schon daran, dass das Gedränge in Bühnennähe nun wieder zunimmt, wobei es gegenüber anderen Konzerten recht gesittet bleibt und man Rücksicht aufeinander nimmt.

Beim Opener „One Tousand Fires“ vom aktuellen Album ist allerdings noch nicht klar, welches Best-Of-Programm durch die Bandhistorie hinweg noch bevorsteht und wie sehr das neue Material hintenansteht, denn mit „Firefly“ legen sie nur noch einen Track der Neuzeit im letzten Drittel der Show nach – der Rest ist Klassikeremotion pur. Nicht nur immer wieder richtig fetter Applaus brandet auf, Tracks wie „Life In Still Water“ oder besonders „One“ werden natürlich lautstark mitgesungen. Zum Mitsingen gibt es aber auch genug Möglichkeiten, zum ausführlichen Applaudieren dann eher weniger, werden doch diverse Tracks auch nahtlos aneinander gereiht. Wird bei „Pieces Of Me“ noch fleißig mitgeklatscht, so kommen bei „Point Of View“ die ersten Heyrufe auf, immer wieder wiegen sch die Fans voller Emotionen hin und her, fast wie in Trance.

Natürlich ist auch aufgefallen, dass mit Mike Abdow (Michael Abdow Group, Aquanett, Truancy, Frozen, ex-Last Chance To Reason) da ein fremdes Gesicht an der Klampfe steht und sich so manches Mal im Schatten der Bühne rechts außen ein wenig versteckt. Mike ist aber lediglich auf dieser Tour dabei, Urgestein und Gitarrist Frank Aresti möchte schon in naher Zukunft wieder seinen Posten einnehmen. Nun ja, der „Neue“ wird dann vor „Firefly“ nicht nur vorgestellt, sondern auch ordentlich begrüßt – warum auch nicht, denn mit seinem Gitarrenspiel weiß er einfach nur zu begeistern.

Mit „Monument“ können sich Fates Warning dann kaum besser verabschieden, schon unglaublich, wie sehr die Emotionen durch das Turock schwappen, wie intensiv sich die Musik einbrennt. Klar, die Fans wollen danach ein Zugabe, fordern dieses auch mit Nachdruck ein und bekommen noch eine fette „Still Remains“-Version auf die Lauscher. Lange müsste man suchen, um an diesem Abend etwas zu bekritteln zu finden: Warum braucht Ray Alder ein Texttableau? Und warum ist der Laden nicht auskauft? Egal, die Stimmung danach lassen wir uns nicht trüben, dafür sind und waren Fates Warning einfach viel zu mächtig und souverän.

Setlist:

One Thousand Fires
Life In Still Water
One
A Pleasant Shade Of Gray Part 3
Another Perfect Day
Down To The Wire
A Pleasant Shade Of Gray Part 6
Pieces Of Me
I Am
The Eleventh Hour
Point Of View
Firefly
Through Different Eyes
A Pleasant Shade Of Gray Part 11
Monument
----------------
Still Remains

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen