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Farin Urlaub Racing Team im Konzert (Juni 2009)

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Farin Urlaub und sein hauseigener Rennstall luden am 2. Juni zum Konzert in die Siegerlandhalle – und eine größtenteils schwarz gewandete Masse an Menschen, auf deren T-Shirts wahlweise der blonde Hüne selbst oder aber Ä’s mit drei Punkten prangten, folgten dem Ruf.

Bei Ankunft war die Halle schon gut mit Publikum besetzt, was dem Raum zu Füßen des schwarzen, mit „Farin Urlaub Racing Team“ beschrifteten Vorhangs schon vor Konzertbeginn ein gewisses Dampfsauna-Flair verlieh. Der Stimmung der Fans, insbesondere in den ersten Reihen, tat das aber keinen Abbruch und als pünktlich um acht Uhr die Klänge von Stammestrommeln erklangen und kurz darauf der Vorhang fiel, empfing frenetischer Jubel die Band auf der Bühne. Anschließend schien der Stimmungspegel allerdings kurzzeitig wieder zu sinken, was vielleicht dem eher ungünstigen Opener „Unscharf“ zu schulden ist. Beim zweiten Song „Glücklich“ wurde die Masse wieder etwas munterer; trotzdem hielt sich während der ersten drei Stücke das Gefühl, als würden sich Publikum und Band erst noch aufeinander einstellen.

Mit der Begrüßung und dem ersten verbalen Schlagabtausch zwischen Farin und Backgroundsängerin Annette – es sollte nicht der letzte geblieben sein -  brach das Eis aber auch in den hinteren Reihen und der Weg war frei für einen knapp zweistündigen Querschnitt durch alle drei bisher veröffentlichten FU-Alben.

Neben Pflichthits wie „OK“, „Sonne“, „Porzellan“, „Niemals“, der B-Seite „Petze“, der aktuellen Single „Krieg“ und natürlich der Live-Bombe „Zehn“ fanden sich im Programm erfreulicherweise auch wertvolle Kleinode wie die Moritat „Die Leiche“, die mit rotem Licht, Nebel und viel Schatten wunderschön gruselig und stimmungsvoll inszeniert wurde.

Apropos Stimmung: Was wäre ein Farin Urlaub Konzert ohne die üblichen, vom Chef ausgehenden Albernheiten, Textvariationen, Mitmachspielchen und La-Ola-Testläufe? Auch an diesem Abend bot Herr Urlaub seinen Fans wieder ein reichhaltiges Animationsprogramm: Mit Hinsetzen und Aufspringen ging es los, es folgten La-Olas von links nach rechts und wieder zurück sowie die akustische Untermalung des Songs „Alle Dasselbe“ mit Krähengeschrei, Blitzen, knarrenden Dielenbrettern und tickenden Uhren. Für „I.F.D.G. (Ich find das gut)“ holte Farin eine Zuschauerin auf die Bühne, die dort ihre Tanzkünste zum Besten geben durfte und gegen Ende des Konzerts schaffte er es, die „deutsche Schunkelnation“ zum Klatschen auf zwei und vier statt auf eins und drei zu bewegen - eine Leistung, die durchaus zu würdigen ist.

Die Interaktion auf der Bühne war größtenteils geprägt vom Kleinkrieg zwischen dem Frontmann und den drei Backgroundsängerinnen: Besonders Annette musste einige Angriffe und Textveränderungen zu ihren Ungunsten über sich ergehen lassen, rächte sich aber gemeinsam mit ihren Kolleginnen Celina und Simone immer wieder an ihrem Chef. Das Auftreten des elfköpfigen Racing Teams als eingespielte und geschlossene Truppe, in der Farin Urlaub zwar der Hauptakteur ist, dabei aber nicht ganz allein im Fokus der Aufmerksamkeit steht, zeigt auch, wie erfolgreich er es geschafft hat, sich von seiner eigentlichen Hauptband „Die Ärzte“ zu lösen.

Die nach dem letzten Song selbstverständlich auftretenden „Zugabe“-Rufe beantworteten Farin und Simone mit dem Duett „Phänomenal Egal“, das sie stilecht vor zwei spiegelnden Treppen voller Kerzen darboten. Von der Bühne ließ das Publikum das Racing Team aber erst nach insgesamt zwei Zugabenblöcken: Mit dem „Abschiedslied“ verabschiedeten sich die Musiker schließlich aus Siegen und die Massen strömten aus der Großraumsauna in die kalte Nachtluft.

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