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Exumer, Path Of Golconda, Failed Perfection, Kadavrik im Konzert (Essen, Oktober 2010)

"European Ignition Tour 2010, Part II"

Zum zweiten Male dieses Jahr ließen sich die Old School Thrasher Exumer mitten im Pott sehen. Dabei stand der Auftritt schon auf einem falschen Fuß, denn die ursprünglich geplante Location wurde von heute auf morgen geschlossen. Turock-Inhaber Peter sprang in die Bresche und übernahm diesen Event; geplant war an diesem Abend lediglich der Discobetrieb wie jeden anderen Feitag auch.

Dass Exumer den Club nicht voll machen würden, war im Vorfeld schon klar, auch wenn mit Path of Golconda, Failed Perfection und Kadavrik drei nicht mehr unbekannte Bands als Support aufheizten. Dass sich aber kaum mehr als 120 Leute blicken ließen, war schon eine kleine Enttäuschung.

Kadavrik

Schwere Zeiten für Vorbands – definitiv. Man kann da auch lange lamentieren, woran das liegen mag, wer schuld ist oder wie sich generell die Szene wandelt. An der Qualität dieses Quintetts kann es nun wirklich nicht gelegen haben, dass sich eine recht überschaubare Menge zu früher Stunde aufhielt.

Pünktlich um halb acht standen sie nun auf der Bühne und hatten mit der Ignoranz der Besucher zu kämpfen. Events wie das Winternachtstraumfestival oder gar das Summer Breeze 2010 haben anscheinend entweder den Bekanntheitsgrad nicht nach oben schrauben können, oder es war schlichtweg zu früh – doch das alles focht die Truppe nicht an. Hier haben sie wohl bei zahllosen Konzerten am Feinschliff gearbeitet – denn gleich schon vom ersten symphonischen „Icecold Winter’s Grave“ an geben die Jungspunde Gas. Wer Live-Videos von Kadavrik sieht, der bekommt regelmäßig eine Lehrstunde im Headbangen vorgelegt. Hier ist vor allem Gitarrist Chris hervorzuheben, der anscheinend in einer Endlosschleife seine Nackenmuskulatur verschraubt.
Aber auch die anderen Kadavrik-Musikanten stehen dem Posen in nichts nach, und trotzdem kamen die spielerischen Elemente nicht zu kurz. Schnell hatte Frontmann Niklas erkannt, dass an diesem Abend kein Blumentopf gewonnen werden konnte und beschränkte seine Ansagen auf ein notwendiges Mindestmaß. So hobelten sie sich in schöner Eleganz durch die Setlist, wobei das Vorgängeralbum „…Until The Die Is Cast“ ein wenig häufiger beachtet wurde.

Höhepunkt war allerdings eine sehr starke Liveversion von „Wine Will Turn To Blood Again“ – hier konnten die jungen Melodic Deather noch den größten Applaus einheimsen. Bleibt zu hoffe, dass diese engagierte Truppe sich von solchen Abenden nicht die Laune vermiesen lässt und weiterhin an ihren Weg glaubt.

Setlist:

Icecold Winter’s Grave
Insight Down
Thin And Frail
Alive With Nothingness
Wine Will Turn To Blood Again
The Die Is Cast

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging