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Exumer, Exarsis und Coma7 im Konzert (Lünen, Februar 2016)

Sonntägliche Thrash-Matinee zum Tourabschluss

Exumer

Am Ende des Abends ist klar: Ein Selbstläufer für die deutsch-amerikanischen Thrasher Exumer ist das hier in Lünen nicht, auch wenn die Vorfreude auf alte „Gassenhauer“ aus der „Possessed By Fire“- und „Rising From The Sea“-Frühphase enorm ist. Dabei schaffen es die Fünf doch aber ganz geschickt, ältere Songs mit denen der neueren Schaffensphase gut zu verquicken, sodass ein sehr homogenes Thrash-Gebräu gustiert werden kann.

Einige der Anwesenden waren auch schon beim triumphalen Abriss auf dem Headbangers Open Air 2015 zugegen, heute wird aber deutlich, dass es zwischen Club- und Festivalshow enorme Unterscheide gibt. Bei letzterem kann man sich in der Masse an Bands auch etwas verstecken, um dann um so gewaltiger für eine Überraschung zu sorgen, als Headliner der eigenen Tour wird dann halt ganz anders auf die Finger geschaut. Und so muss sich Frontmann Mem dann auch hier ein paar Kritiken für sein Hardcore-Gepose gefallen lassen, was insofern kaum nachvollziehbar ist, als dass er nie anders auf der Bühne agierte und agiert und nicht darauf achtet, ob er damit auch einer Thrash-Etikette genügt – und das ist auch gut so.

Während bei den ersten Tracks der Applaus noch ausbaufähig ist, so sind die Fans mit der Powerfaust deutlich zahlreicher bei der Sache und sorgen so – ein wenig überraschend – beim neuen „Brand Of Evil“ für einen ersten Höhepunkt, den man eigentlich schon bei den beiden Eröffnungsnummern erwartet hätte. Später im Set wird dann aber doch deutlich, dass viele Fans mit den alten Schinken gut warm laufen und ein Quentchen mehr feiern, auch wenn das ganz große Getöse an diesem Sonntag in Lünen nicht aufkommt.

Nach und nach kommen die Fans immer mehr aus die Puschen, zu „Fallen Saint“  zündet dann gar ein ansehlicher Moshpit, nachdem Mem schon vorher auf „ein bisschen headbangen?“ eingeschworen hat. „Ich hab es doch gewusst, Lünen hat was drauf“ so das dankbare Fazit und die gleich auch weiter anstachelnde Ansage, um dann mit „Vermin Of The Sky“ einen weiteren Danpfhammer zu entlassen.

Eine Mischung aus Wehmut und Dankbarkeit durchzieht dann vor dem Klassiker „Xiron Darkstar“  das Lükaz, macht Mem doch bewusst, dass Exumer nun schon seit 31 Jahren existieren und lebendiger denn je wirken – ein Dankeschön vom Herzen, denn die Kurve scheint für das Quintett seit der Reunion in 2008 endlich wieder deutlich nach oben zu zeigen. Die Fans brauchen zwar nach dem etwas überraschenden Ende nach „Dark Reflections“ ein wenig Zeit, um sich zu Zugabe-Rufen hinreißen zu lasen, diese schwellen aber immer fordernder an und werden dann auch mit zwei weiteren Tracks belohnt, wobei beim finalen „Possessed By Fire“ ein kleiner, etwas müde erscheinender Moshpit durch die ersten Reihen flügt. Im Pott würde man wahrscheinlich „Arbeitssieg“ zur Show sagen, denn Exumer mussten sich ordentlich durchbeißen und bekamen sicherlich nichts geschenkt.

Setlist:

Intro
Winds Of Death
Journey To Oblivion
Brand Of Evil
The Weakest Limb
Catatonic
Fallen Saint
Fire & Damnation
Xiron Darkstar
Vermin Of The Sky
A Mortal In Black
I Dare You
New Morality
Shadow Walker
Dark Reflections
----------------------
The Raging Tides
Possessed By Fire

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