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Exodus & Lost Society im Konzert (Bochum, März 2016)

Alt und jung für die volle Thrash-Keule

Alt und jung treffen hier aufeinander – nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne, denn die schon gefühlte Äonen aktiven Exodus schicken sich an, zusammen mit den jungen Wilden von Lost Society die Fundamente der ehrwürdigen Zeche Bochum gehörig ins Schwanken zu bringen.

Lost Society

Die jungen Wilden, das dürfte es auf jeden Fall treffen, wenn das finnische Thrash-Überfall-Abrisskommando wie heute Abend in der Bochumer Zeche loslegt – aggressiv, volle Möhre auf die Fresse, keine Sekunde innehaltend, und selbst wenn das Publikum nicht mitmachen sollte, so reißen sich die Jungs dermaßen den Allerwertesten auf, dass man dann auch nicht mehr umhin kommt, doch noch in den nächsten Moshpit einzugreifen oder zumindest als Old-School-Metaller eine meterdicke Gänsepelle zu fahren.

Nur gut drauf ist den Finnen auch nicht genug, denn von Null auf Hundert in zwei Sekunden, so könnten man gleich den Start der Show beschreiben, was man gleich auch an Frontmann und Gitarrist Samy festmachen kann, der immer wieder auf die Monitorboxen klettert und das Publikum aggressiv zum Mitmachen animiert – erfolgreich, wobei es dem finnischen Quartett auch insofern zupasskommt, dass nicht wenige mit den Songs vertraut sind. Dabei ist das aktuelle und dritte Studioalbum „Braindead“ erst ein paar Wochen draußen, wird heute aber ausgiebig live vorgestellt.

Aber auch auf ältere Songs muss man heute nicht verzichten, wobei es schon seltsam anmutet, wenn Jungspund Samy dort oben steht und von alten Tracks spricht, da das Debüt gerade mal drei Jahre auf dem Buckel hat – schnelllebig, die Thrashzeit, will man wohl meinen. Egal, „Fast Loud Death“ oder das schon früh gespielte, auch von der Demophase her bekannte „Kill (Those Who Oppose Me)“ sind amtliche Thrashtracks vor dem Herrn und lassen heute auch nicht diejenigen kalt, die bisher von den Finnen noch nichts gehört haben.

„Jetzt alle“, so Samy zu „Terror Hungry“, wobei die Fans durchaus gewillt sind, Powerfaust-beschwingt beim Mitbrüllen einzusteigen. Mehr HeadbangerInnen zu „I Am The Antidote“, mehr Powerfäuste zu „Hangover Activator“, Lost Society räumen gut ab, reizen mit dem Drumsolo ein bisschen zu viel Zeit aus, anstatt noch eine Nummer mehr zu spielen, am Ende aber sind nicht wenige Fans froh, hier schon einmal die Knochen warmgepogt zu haben.

Setlist:

Kill (Those Who Oppose Me)
Hollow Eyes
Terror Hungry
N.W.L.
Fast Loud Death
I Am The Antidote
Hangover Activator
Braindead Metalhead
Overdosed Brain
Riot
Only (My) Death Is Certain

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