Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Exodus, Dew-Scented und Arcania im Konzert (Essen, Juni 2015)

Thrashmetal-Mittwoch vor voller Hütte

Dew-Scented

Bei den Niedersachsen Dew-Scented sieht das Bild dann schon ein wenig wilder aus. Die Meute im Turock ist nun auch um das Doppelte auf knapp 400 Metalheads angewachsen, das Gedränge in Bühnennähe lässt endlich richtige Konzertstimmung erahnen und das Quintett selbst ist in bester Spiellaune, feiern sie doch quasi heute ihre Releaseshow des neuen Albums „Intermination“ hier im Pott und haben das Dingen dann auch für korrekte zehn Ocken am Merchstand ausliegen.

Klar, Dew-Scented haben hier nicht nur einen ganz anderen Rückhalt im Publikum als noch der Opener, mehr Songs zur Auswahl im Gepäck haben sie ebenfalls. Deutlich wird aber, dass sich Qualität eben einfach durchsetzt und vor allem die Fans in Essen damit bestens klar kommen, dass Dew-Scented nur eines können: Voll auf die Fresse. Und so brettern sie schon mit „Sworn To Obey“ dermaßen in die Vollen, dass der Thrashhead auch gar nicht mehr anders kann als mitzufeiern. „Seit ihr schon aufgewärmt?“ will Leif wissen und erntet für „Soul Poison“ eine ganz Batterie an Powerfäusten, muss dann aber im Anschluss eher seine „Entertainerqualitäten“ hervorkramen, hat sich doch die Fußmaschine verabschiedet und Drummer Koen braucht dann halt ein paar Minuten, bis der Ersatz montiert ist. Leif derweil weist auf den Merchstand hin und erzählt auch ein wenig über das neue Scheibchen, man merkt, dass er lieber wieder ins Mikro brüllen wird und wirft wie ein freudig erwartetes Mahnmal gleich noch ein „sieben Songs noch“ in die Runde, bevor der erste Neukracher „On A Collision Course“ die Gehörgänge freipustet.

Das wird dann nicht nur mit fettem Applaus belohnt, sondern immer mehr HeadbangerInnen lassen die Matten kreisen und spätestens ab „Never To Return“ - „vor zehn Jahren geschrieben, als wir noch nicht wussten, dass Leute lieb zu uns sein können“ - wird dann auch die Thrash-Schallmauer durchbrochen. Zwar kann Koen die Masse hier nicht zum Circlepit animieren, beste Stimmung ist aber auch so an allen Ecken zu verspüren, die dann auch bis zum Ende des Abends nicht mehr abreißt – Dew-Scented, die durch Leif voller Stolz zu verstehen geben, wie geil es doch ist, zum ersten Male Exodus zu supporten, auch wenn sie selbst schon so lange als Band bestehen, erfüllen den Auftrag des Anheizers vollkommen zufriedenstellend. „Okay Freunde, ein letztes Mal“, so Leif bei „Acts Of Rage“, und weit über die Hälfte der Anwesenden recken die Fäuste in die Luft und sorgen so für ein hervorragend abgerundetes Thrash-Mittelpart-Finale.

Setlist:

Sworn To Obey
Turn To Ash
Soul Poison
On A Collision Course
Cities Of The Dead
Affect Gravity
Never To Return
Storm Within
Ruptured Perpetually
Acts Of Rage

Seite
comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging