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Exile Festival 2011

Der Pott kocht – nur die Fans sind auf Sparflamme

Final Depravity

Schneller, härter und vor allem lauter – so präsentieren sich die Gelsenkirchener Final Depravity an diesem Abend. Dafür hagelt es dann auch Kritik einiger Gäste, die sich wegen der exorbitanten Lautstärke allerdings nicht bei der Band beschweren und lieber so rummosern.

Liebevoll dagegen stehen Final Depravity für den Spruch des Abends: „Mit Bass klingen sie sogar ganz passabel!“ Wie ist das gemeint? Einige der letzten Shows mussten die Gelsenkirchener ohne besetzte Bassposition auftreten, doch endlich scheint diese Zeit auch ihr Ende gefunden zu haben, denn mit Alex Voss haben sie einen dauerhaften Bassisten am Start. Dass die Band aber live knallt ohne Ende, das haben sie schon auf unzähligen Shows bewiesen, und mit der Zeit scheinen sie noch immer besser, tighter und aggressiver zu werden. Besonders Blaze macht auf der Bühne einen derart angepissten Eindruck, dass er seine Texte nur derart aggressiv herausbrüllt, dass man ihm jedes Wort gleich glauben möge. Und gleich schon zu „As The Crow Flies“ setzt er zum Sprung an, so dass er bald mit seiner Lockenpracht eine Delle in die Bühnendecke schlagen könnte.

Zum ersten Mal am Abend kocht die Stimmung hoch, die Powerfäuste schwirren zu „Turn This Life“ empor, doch dass reicht der Band nicht und so stiefeln Blaze und Alex mit ihren Instrumenten ins Publikum und lassen sich von der umringenden Headbangerschar gleich frische Luft zuwedeln. Das kommt gut an, der Applaus nimmt dementsprechend auch zu. Final Depravity lassen aber auch keine Sekunde locker, es macht einfach Spaß zu sehen (und zu hören), dass sie immer mehr als 150 Prozent auf die Bühnenbretter legen, und weil sich auch die Fans nicht dieser Energie entziehen können, stehen dort vor der Bühne immer mehr HeadbangerInnen und kreiseln sich die Nackenwirbel wund.

Da die Bühne klein und der Platz dementsprechend beengt ist, steht der Depravity-Grim-Reaper gleich die ganze Zeit rechts neben der Bühne – ein Plätzchen näher zu den zu sammelnden Seelen. Von dort kann der schwarze Mann gleich auch besser Einblick in die laut applaudierende Fanschar gewinnen – überzeugender Auftritt der Truppe, einmal mehr mag man da sagen.

Setlist:

  • As The Crow Flies
  • Turn This Life
  • In Disgrace (Never Regret)
  • Vortex
  • Fearing The Flood
  • Persecution
  • Veil Of Secrecy
  • Nightmare 13
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