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Exile Festival 2011

Der Pott kocht – nur die Fans sind auf Sparflamme

Das Exile Festival in Herne gehört zu den regelmäßigen Anlaufstationen im Pott, doch dieses Jahr hat es trotz bärenstarkem Billing mit Undergroundcharakter und –feeling nicht gereicht, dass die Organisation aus den Miesen kommt. Das sollte auch mal so gesagt werden.

Ärgerlich ist zumindest für die The-Pit.de-Redaktion, dass die Brötchengeber nicht immer mitspielen und so die Schreiberlinge auf einen großen Teil des Festivals verzichten mussten. Dazu gehören das Festivalhighlight Sacred Steel, genauso wie die Underdogs B.R.E.T., Another Problem, Fairytale und Reckless Manslaughter. Doch mit dem Höhepunkt 15 Jahre Layment sowie dem Ersttagesheadliner Cripper sind wenigstens die musikalischen Hochgenüsse eingefangen, was hier nicht die tollen Leistungen von Ironstate, Final Depravity und Everflow schmälern soll.

Aber auch das Rahmenprogramm mit kulturellne Lesungen (vor allem inkl. dem Kurzinterview mit Makka von Sodom/ Everflow) war nicht von schlechten Eltern.

Ironstate

Es ist für einen Newcomer schon eh eine undankbare Aufgabe, an einem Freitag recht früh auf die Bühnenbretter zu müssen, zumal an diesem Freitagabend das Gros der Fans zu dieser Zeit noch unorientiert scheint. Für Ironstate ist es also ein wenig deprimierend, dass sich zu Beginn der Show nur wenige Nasen ins Herner Pluto verlaufen haben, wo doch gerade im Jahre 2011 die Bandzeichen auf Wandel stehen und man endlich einen Schritt vorwärts kommen möchte. Zwar konnten sie bei The-Pit.de mit ihrer EP „Demons Are Forever“ nicht gerade übermäßig punkten, aber schon beim Rock im Loch 2011 wenige Wochen zuvor hinterließen sie gegenüber den Studioaufnahmen einen wesentlich besseren Eindruck. Zusätzlich dürfte auch Schlagzeuger Andreas Danner (ex-Blood Red Angel) hinter der Schießbude bringen – also alles Gründe genug, dass die Zeichen für die Dortmunder auf Sturm stehen.

Und wenn schon eh einmal gerade wenig los ist, so lassen sich die Anwesenden auch nur schwerlich motivieren, doch in die Hey-Rufe einzustimmen – Fronter Thomas gibt trotzdem nicht auf, allerdings wird „Buried In Oblivion“ nur durch gerade einmal einen Fan unterstützt. „Ich brauche eure Hilfe, macht mal mit“, schreit Thomas, und tatsächlich scheint das zu funktionieren, denn endlich machen gleich mehrere Leute mit – und prompt gibt es auch auf der Bühne etwas mehr Bewegung, wobei Bassist Marcel da noch der herausragende Akteur ist – ansonsten sind alle eher mit ihren Instrumenten zu sehr beschäftigt und lassen für ihren Hardcore-/ Thrash-Mix die notwendige Agilität missen.

Die Fans sind nun ein wenig warm geworden, klatschen nicht nur zu „Broken Glass Reflections“ mit, sondern folgen auch kurze Zeit später der Aufforderung, sich doch einen Schritt mehr zur Bühne zu wagen. Zum Finale „Scars“ kommt dann noch richtig Bewegung auf die Bühne – einige Fans richten sich dort oben ein und werden hautnah Zeuge, wie die Instrumente untereinander getauscht werden – insgesamt viel Spaß bei übersichtlicher Resonanz.

Setlist:

  • Intro
  • God Of Your Hell
  • Buried In Oblivion
  • Evil Way
  • Resistance
  • Broken Glass Reflections
  • Thy Will Be Done
  • Scars
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