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Evil Horde Metalfest 2012

Die Ruhrpott-Szene lebt – aber es geht noch besser

Barney von Napalm Death, hier live im Kölner Underground, November 2010

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Napalm Death

Als Harasais Martin irgendwann mal meinte, dass sie für das Evil Horde Metafest gerne Napalm Death als Headliner holen wollen, da gab es erst einmal den Finger an die Stirn – ein nicht zu unterschätzender finanzieller Kraftakt, denn somit war klar, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der heimischen Szene auch wirklich kommen muss, wollen die Organisatoren nicht finanziell baden gehen. Und sie haben es wirklich wahr gemacht: Eine Institution spielt in einer Institution – die Death Grinder Napalm Death sind nicht nur wirklich da, sondern sie bringen die komplette Zerstörung mit.

Bis auf ein paar Power-Metal-Freaks wollen alle dabei sein, die Halle ist voll, Exumer hatten schon vorher für eine tüchtige Erwärmung von Moshpit-Muskulatur gesorgt – von Null auf Hundert starten die Fans druch, rasten förmlich aus und sorgen so für die ausgelassenste Feierstimmung des Tages. Barney Greenway zappelt wieder immer wie ein Joe Cocker auf Speed, einmal mehr muss man neidvoll anerkenne, dass es nur wenige Shouter gibt, die so locker beim Brüllen, Grunzen, Schreien, Gurgeln und Massakrieren aussehen wie dieser Typ – einfach unfassbar.

Natürlich wollen auch die UK-Krachmaten ihr aktuelles Album „Utilitarian“ vorstellen, was sie auch ausführlichst machen, so richtig hoch kocht aber die Stimmung erst, als sie mit „Dead“, „Deceiver“, „Next Of Kin To Chaos“ und „Practice What You Preach“ ganz tief in der eigenen Vergangenheit herumgraben – der Circle-Pit kreist fast ohne Unterlass, schon erstaunlich, mit welcher Kondition doch viele Metalheads ausgestattet sind, haben sie doch schon weit nach Mitternacht auch reichlich an Gerstenkaltschalen intus.

„Wer braucht eigentlich eine Pause“ will Barney schon früh wissen, um eine kurze Gitarrenstimmminute zu überbrücken – nein, eine Pause braucht wahrlich niemand, lieber noch eine Dosis Krach, die dann auch mit „Fatalist“ geliefert wird. Dass bei den Fans noch lange nicht an völlige Ermattung zu denken ist, machen diese mit „Napalm Death“-Sprechchören klar, „Love And Piece“ ist zwar kaum vorstellbar, funktioniert aber bestens, schließlich stehen dort 30 Jahre Napalm Death auf der Bühne.

Bekannt sind diese Briten auch dafür, die Missstände in dieser Welt einfach mal auch zu benennen und wie geht das besser als mit „Nazi Punks Fuck Off“ – wie wollen sie das nur toppen? Ganz einfach, zur Zugabe wird gleich ein Viererpacket vom Debüt herausgehauen – nur ein bisschen grinden? Mit Napalm Death immer wieder, die Sprechchöre machen die Entscheidung leicht.

Setlist:

1. Circumspect
2. Errors In The Signals
3. Everday Pox
4. Can’t Play, Won’t Pay
5. Protection Racket
6. Silence Is Deafening
7. The Wolf I Feed
8. Fatalist
9. Practice What You Preach
10. Quarantined
11. Next Of Kin To Chaos
12. Analaysis Paralysis
13. Dead
14. Deceiver
15. Dementia Access
16. When All Is Said And Done
17. Unchallenged Hate
18. Nom De Guerre
19. Suffer The Children
20.Breed To Breathe
21. Nazi Punks Fuck Off

22. Scum
23. Human Garbage
24. You Suffer
25. Instinct Of Survival

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