Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Evil Horde Metalfest 2012

Die Ruhrpott-Szene lebt – aber es geht noch besser

Harasai haben den Moshpit auf ihrer Seite

Zum Thema

Harasai

Viel besser hat sich derweil die Stimmung in der großen Halle entwickelt. Wo vorher noch gähnende Leere vor der Metal for Metal Stage geherrscht hat, drängelt sich nun das Publikum dicht vor der Bühne in Erwartung von Harasai und schon beim ersten Song "...Into Oblivion" entfacht sich ein beachtlicher Moshpit. Kein Wunder, legt das Melodic-Death-Metal-Quintett aus Altenessen doch schon von Beginn an eine unglaubliche Bühnenpräsenz an den Tag, mit dem es die Menge voll im Griff hat. Sänger Martin Wittsieker scheint dabei wahrlich aufzuglühen und beweist einmal mehr sein unschlagbares Talent als Frontmann. Zudem ist er nicht nur Kopf bei Harasai, sondern auch Mitveranstalter des Evil Horde Metalfest 2012 und somit zuständig für alles Organisatorische und was sonst noch so an Arbeit bei solch einem Festival anfällt. Dennoch von Erschöpfung kein Anzeichen bei ihm, der Mann gibt als Fronter wirklich alles und ist mit Leib und Seele dabei. Doch auch der Rest der Band liefert eine makellose Performance und interagiert wunderbar mit dem Publikum.

So wird das Klima langsam ziemlich warm in der großen Halle und die Stimmung beginnt zu kochen. Das wird unter anderem zur Entfachung einer kleinen Wall Of Death genutzt und erstmals beginnen an diesem Tag die Stagediver die Bühne zu erklimmen und im regelmäßigen Takt vermehrt übers Publikum zu gleiten. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Setlist mit Songs wie "Heretic Souls" oder auch dem neuen "Resist To Rebuild" gnadenlos ankommen bei den Fans und die Melodeather begeistert gefeiert werden. Die ausgelassene Atmosphäre scheint die Essener sogar noch mehr anzuspornen und so spielt die Band sich zusammen mit den Fans in den musikalischen Exzess. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings die Verkündung, dass Gitarrist Dennis die Band aufgrund musikalischer Differenzen verlassen wird und an diesem Abend das letzte Konzert mit der Truppe schmeißt. Das beeinträchtigt die Begeisterung in der Halle aber keineswegs, im Gegenteil, umso mehr ein Grund dafür, dem Dennis einen gebührenden Abschied zu erweisen und nochmals richtig auf den Putz zu hauen.

Mit den üblichen Rausschmeißern "Dying Race Domain" und "Spearhead Of Storms" beenden die fünf Musiker anschließend ihre Wahnsinns-Show und verlassen die Bühne unter tosendem Beifall seitens der Anwesenden. Harasai haben an diesem Abend wirklich den Vogel abgeschossen und auf dem Evil Horde Metalfest gezeigt, dass wahrer Melodic-Death-Metal und vor allem die Underground-Szene lebendiger denn je ist - ein überragender Auftritt! Passend dazu Martins Aussage: "Ich würde sagen, Melodic Death ist wieder da!". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Setlist:

1. ...Into Obilivion
2. Heretic Souls
3. Destructive Masquerade
4. Resist To Rebuild
5. Three Kings
6. A Constant Disbelief
7. Dying Race Domain
8. Spearhead Of Storms

Seite
comments powered by Disqus

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen