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Evergrey & Bloodred Hourglass im Konzert (Hamburg, April 2019)

Intensive Performance im lütten Logo

Mit „The Atlantic“ haben Evergrey jüngst ein bärenstarkes Album veröffentlicht, insgesamt das elfte ihrer Karriere und das letzte einer mit dem 2014er Werk „Hymns For The Broken“ begonnenen Trilogie. Die Schweden sind schon so lange im Geschäft und haben zumeist verlässlich Qualität abgeliefert – von daher eigentlich unfassbar, dass so gestandene Metal-Recken in einem derart kleinen Laden wie dem Logo ranmüssen. Im März war man zwar noch im Schlepptau von Kamelot unterwegs, im April jedoch folgen einige Auftritte als Headliner, den Support stellen hierbei die Italiener Genus Ordinis Dei und die Finnen Bloodred Hourglass. Da leider keine einheitlichen Angaben über den Beginn des Konzerts gemacht wurden (auf der Website des Logo heißt es 20 Uhr, auf der Facebookseite des Clubs wie auch der von Evergrey heißt es 21 Uhr – wäre schön, wenn hier mal eine bessere Absprache herrschen würde) sowie allerdings auch aus arbeitstechnischen Gründen war der Autor bedauerlicherweise erst kurz vor neun Uhr anwesend, weswegen die Symphonic Death Metaller aus der Lombardei in diesem Bericht nicht stattfinden können – dafür ein ganz dickes Sorry an die Band.

Bloodred Hourglass

Die zweite Combo steht bereits auf der Bühne und befindet sich mitten im Set, als der Verfasser eintrifft, und sorgt für gute Stimmung. Draußen stehen nur wenige, um zu quatschen und zu rauchen, während sich drinnen eine ansehnliche Menge angesammelt hat, die den finnischen Melodic Deathern ihre Anerkennung erweist. Die Jungs haben neben zahlreichen EPs aber auch schon immerhin drei Full-Length-Alben vorzuweisen, sind also in der Szene keine gänzlich Unbekannten mehr.

Die letzte Scheibe „Heal“ datiert aus dem Jahr 2017 und steht hier auch klar im Mittelpunkt. Der Fünfer präsentiert sich in guter Form und freut sich sichtlich über die positiven Reaktionen – zwischendurch wird immer mal wieder das Publikum ein bisschen gepusht, doch im Prinzip kann sich die Stimmung für einen Supportact auch so absolut sehen lassen – da werden Pommesgabeln in die Höhe gereckt und Hey-Rufe angestimmt und das erfreulicherweise nicht nur in den ersten beiden Reihen.

Doch bieten Bloodred Hourglass auch tatsächlich gute und abwechslungsreiche Unterhaltung: Mal wird gegroovt wie in „We Form The Broken“, mal eher in höheren Temporegionen geknüppelt („Times We Had“) oder sich im feierlichen Adagio ergangen („The Last Of Us“) – doch was die Stücke stets gemein haben, sind Eingängigkeit und Melodie. Eine starke Band, die wenig Neues bietet, aber jede Menge Spaß macht. Alte In Flames-Fans beispielsweise, denen Anders Fridén und Co. längst zu kommerziell und zu soft geworden sind, kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch der Sound ist für Logo-Verhältnisse sehr brauchbar, sodass der Auftritt äußerst kurzweilig ausfällt.

Setlist (ohne Garantie):

Quiet Complaint
Six Feet Savior
Valkyrie
We Form The Broken
Times We Had
The Last Of Us
Where The Sinners Crawl

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