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Evanescence, Rival Sons im Konzert (Dortmund, Juni 2012)

Deutlich intimer als noch bei den letzten Touren

Bei den Rival Sons fehlte nur der Duft des Grases

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Evanescence und Rival Sons, passt das zusammen? Erstere, die noch bei den Touren zuvor in der damals noch Philippshalle genannten Location vor mehreren tausend Fans aufspielten und nun im FZW kleinere Brötchen backen müssen und auf der anderen Seite die Hard-/ Blues-Rocker, denen man solch große Hallen gar nicht zutraut – ein schönes Kontrastprogramm in Dortmund. Fans jeglicher Couleur, von absolut aufgebrezelt bis Normalo, von Kutte bis schlichtem Shirt sind alle vertreten – über alle Generationen hinweg.

Rival Sons

Kein Anflug von Gothic, keine Band für launige Teenies, kein Herumgefuchtel oder sich selbst zu ernst nehmen – bei den Rival Sons liegt eher der würzige Duft einer gräsernen Tüte in der Luft, eher eine Band für die rauchige Spielunke am Eck, wo sich der Biker gemütlich mit einer Kanne in der Hand an den Tresen pflanzt und im Schritt kratzt, halb mit dem Hintern vom Hocker rutschend, damit der Kuttenträger vor ihm nicht komplett die Sicht versperrt – da sollte man doch lieber noch ein Blick auf die beiden Miezen, die mit hypnotischen Bewegungen lasziv mit einer ordentlichen Bassmembran im Hintergrund in sich gekehrt ausdrucktanzen, werfen.

Ein schlichtes „Hi“ reicht und schon legen sie mit „Gypsy Heart“ vom aktuellen Album „Pressure & Time“ los, Jay Buchanan hat definitiv schon ein paar tiefe Züge genommen, was man einmal mehr an seinem sehr eigenwilligen „Tanzstil“ festmachen kann. Stimmlich lässt er dagegen nichts anbrennen, nur die Ansagen wirken ein wenig verstrahlt – „Irgendwann kommt der Punkt, da musst du entscheiden, wohin dein Weg geht, danke fürs Kommen und bleibt sitzen“ entgegnet er bei „Soul“, oder „Ich liebe dich wie das Licht im Herzen“, als ein Mädel mit spitzen Schreien vor „Pressure And Time“ auf sich aufmerksam macht.

Ist das Publikum zu Beginn schon fast traditionsgemäß verhalten, wendet sich das Blatt, denn Rival Sons können durchaus einen Großteil der Anwesenden mit ihrer psychedelischen Musik überzeugen, das leicht trashige „Burn Down Los Angeles“ („Wir sind Rival Sons und kommen aus L.A.“) oder die mit lauten spitzen Schreien begleiteten Soli bei „Torture“ finden besonders großen Anklang – die Südkalifornier haben eine schwierige Aufgabe gemeistert, auch wenn man ihnen nicht angesehen hat, dass sie es als Arbeit empfanden.

Erwähnenswert ist allerdings noch, dass sie mit „Keep On Swinging“ sogar schon ein neues Stück in ihren Set eingebaut haben. das dazugehörige Album „Dead Down“ soll dann Ende August via Earache Records erscheinen – am Merchstand hat man nun die Gelegenheit, sich nicht nur Autogramme zu holen, sondern auch ein paar Details auszufragen.

Setlist:

  • Gypsy Heart
  • Burn Down Los Angeles
  • Torture
  • Keep On Swinging
  • Face Of Light
  • Pressure And Time
  • Soul
  • Get What's Coming
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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen