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Epica, Eluveitie und Scar Symmetry im Konzert (Oberhausen, Oktober 2015)

Gelungener Tourauftakt in der Turbinenhalle II

Irgendwas um die geschätzte 750 bis 800 Fans versammeln sich in der Turbinenhalle II, um dem heutigen, musikalisch sehr unterschiedlichen Paket beizuwohnen, wobei eines schnell klar wird: Nicht alles auf dem Parkett ist in bester Feierlaune. Darunter hat dann auch der Opener

Scar Symmetry

ein wenig zu leiden, denn mehr als gehobenen Höflichkeitsapplaus können die Schweden nicht einheimsen. Dazu kommt auch noch, dass der Sound bei Scar Symmetry doch arg zu wünschen übrig lässt, was aber definitiv weder an der Halle noch an der Band liegen kann, strömt der Klang doch deutlicher transparenter schon ab Eluveitie aus den Boxen.

Vielleicht kommen ja aber auch ein paar andere erschwerende Faktoren neben dem Sound dazu. Heute ist der Tourauftakt in Deutschland, möglich, dass vielleicht noch nicht alle Rädchen hier perfekt ineinander greifen. Vielleicht hat aber auch der erst heute angekündigte Wechsel am Bass - Kenneth Seil ist aus persönlichen Gründen raus, Andreas Silén (auch Lack Of Faith) übernimmt zumindest erst einmal auf Tour den vakanten Posten – Grund für ein bisschen Sand im Gefüge, zumal mit Benjamin Ellis (Karmyne, ex-Bloodshot Dawn) auch ein neuer Klampfer, wohl ebenfalls erst mal nur als Liveunterstützung, an Bord ist. Summa summarum: Die Show wirkt ein wenig hölzern.

Schade auch, dass die Taktik nicht wirklich aufgeht, sich nicht nur auf das neue Album „The Singularity (Phase 1 – Neohumanity)“ zu versteifen, welches nämlich nur mit „Neuromancers“ kurz vor Schluss bedacht wird, sondern vielmehr ein Potpourri über die komplette Schaffensphase hinweg anzubieten, da auch nur immer ein Song pro Album herauszupicken und mit „Chaosweaver“ sogar bis zu Debützeiten zurückzureichen.

Die ersten vier Nummern werden erst einmal ohne jegliche Pause durchgeholzt und nicht Zeit mit Ansagen verplempert – das steht somit schon einmal auf der Habenseite. Der Applaus nach „Mind Machine“ ist ja so schlecht auch nicht, allerdings weit von enthusiastisch entfernt. Als aber Frontmann Lars mit einem „are you ready?“ den ersten Stimmungstest einleitet, da drückt doch schon sehr die Stille aufs Gemüt. Da ist es schon irgendwie bezeichnend, dass zum Beispiel ein junger Mann direkt in der ersten Reihe eher geistesabwesend mitwippt, aber dabei auch herzhaft gähnt.

Der Funke springt nicht wirklich über, vielleicht fünfzig Fans lassen sich bei „The Illusionist“ zum Mitklatschen hinreißen und auch der Abschlussapplaus kann sich hören lassen, beides spiegelt aber leider nicht den Rest der Show wider. Und wenn man dann noch nach dem letzten Detail Ausschau hält, so ist es ja auch schon bezeichnend, dass der Scar Symmetry-Merchstand unbeleuchtet vom opulenten Eluveitie- bzw- Epica-Stand irgendwie im Abseits steht. Versöhnlicher Weise stürmen dann doch ein paar Fans die Schweden-Kleidung.

Setlist:

The Iconoclast
The Anomaly
Chaosweaver
Mind Machine
Morphogenesis
Neuromancers
The Illusionist

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“