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Entombed, Laid In Ashes, Harasai im Konzert (Essen, Mai 2011)

Das Death-Metal-Spektakel ging viel zu schnell zu Ende

Entombed hauten einen aus den Socken

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Entombed

Mittlerweile hatten sich vielleicht gute 250 Fans im Turock eingetroffen, um den alten Schwedentodhelden aus Stockholm beizuwohnen. Schon letztes Jahr beim Turock Open Air 2010 hinterließen Entombed einen formidablen Eindruck, doch die anschließende Tour im Vorprogramm von Volbeat konnten dann zahlreiche Death-Metal-Fans nicht nachvollziehen.

Entombed sind keine Band für Massensammlungen, sondern passen viel besser auf Clubbühnen wie dem Turock – und das merkten auch die fünf Schweden und dankten es den Fans mit einer ausgelassenen Todesstahl-Feier. Selten dürfte man die Schweden mit derart aggressiven Spaß erlebt haben wie an diesem Abend – für die Anwesenden und auch für Entombed war es ganz sicher eine bleibende Erinnerung.

Wie die Feuerwehr legten Entombed auch los und gönnten weder sich noch den immer mehr in Wallung kommenden Fans Erholung – bis „I For An Eye“ gab es keine nennenswerte Pause. Erst hier mussten die Schweden ein bisschen nachtanken, um dann mit unverminderter Wucht den Klassiker „Crawl“ auf die Fans prasseln zu lassen. Ein erster Moshpit tobte vor der Turock-Bühne - und ganz sicher auch nicht der letzte. Noch mehr Fans spielten auf den Luftgitarren, weitere streckten die Pommesgabeln in die schale Luft und kaum hatten alle den Schweiß aus den Augenwinkeln gewischt, den letzten Schmerz durch einen Ellenbogen vergessen, da beendeten Entombed in einer wahnsinnigen Krachorgie mit „Left Hand Path“ ihren regulären Teil viel zu schnell.

Frontmann Lars ging erst gar nicht von der Bühne, Gitarrist Alex gesellte sich zu ihm und die etwas zögerlichen Zugaberufe wurden dann aber zum Glück mehr als erfüllt – gleich fünf Klassiker wurden den Fans noch um die Ohren gehauen. Und gleich schon bei der ersten Zugabe „Chief Rebel Angel“ krachten wie noch nie an diesem Abend die menschlichen Leiber aufeinander, der Moshpit zog immer größere Kreise und vor allem „Wolverine Blues“ wurde in einer derart brutalen Version gezockt, dass bei lediglich zwei Dezibel mehr das Blut aus den Lauschlappen geschossen wäre – ein geiler Abend mit drei fantastischen Bands ging einmal mehr viel zu schnell zu Ende. Und zum Schluss posten dann Entombed noch am Bühnenrand und freuten sich über das Bild mit den ganzen Metalmaniacs im Rücken.

Setlist:

  • Eyemaster
  • Serpent Speech
  • Living Dead
  • Sinners Bleed
  • Serpent Saints
  • I For An Eye
  • Crawl
  • When In Sodom
  • Like This With The Devil
  • Supposed To Rot
  • Stranger Aeons
  • Damn Deal Done
  • Left Hand Path
  • -----------------------
  • Chief Rebel Angel
  • Demon
  • Wolverine Blues
  • ----------------------
  • Out Of Hand
  • Chaos Breed
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