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Ensiferum, Metsatöll, Tracedawn im Konzert (Hamburg, Oktober 2009)

Gute Bands, guter Sound, gute Stimmung - ein rundum gelungener Abend

Tracedawn

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Bei einer Band wie Ensiferum sollte man gut vorbereitet sein: Das heißt, sich schon vor dem Gig kräftig mit Bier einzudecken, denn das finnische Quintett ist mit seinen sich sofort in den Gehörgängen festsetzenden Schlachthymnen allerbeste Partymusik, zu der es sich bestens mitgrölen und abrocken lässt. Das gilt genauso für das neue Album „From Afar“ wie für die vorangegangenen Scheiben, denn auch wenn der ganze Pomp und Bombast auf der neuen Scheibe ein wenig zu Lasten der Eingängigkeit geht, gilt generell auch hier mitsingen, bis der Arzt kommt. 

Mit gut geölter Stimme machen wir uns also auf den Weg zur Markthalle, die keineswegs ausverkauft ist, da man an der Abendkasse immer noch Tickets beziehen kann. Ein bisschen verwunderlich ist das schon angesichts der Tatsache, dass Ensiferum inzwischen eine der bekanntesten Gruppen im Pagan-/Viking-/Folk-Genre sind und sich die Preise bei moderaten 20 Euro in mehr als nur akzeptablem Rahmen bewegen. Aber vielleicht haben es einige ja auch vorgezogen, zwei Tage später nach Hamm zu fahren, wo es neben den auch heute auftretenden Tracedawn und Metsatöll mit The Devil’s Blood, Equilibrium, Haggard und weiteren Acts noch weitaus mehr Bands auf dem Devil’s Revenge Festival zu bestaunen gibt. 

Tracedawn

Heute gibt es jedenfalls ganz traditionell lediglich drei Bands zu sehen und den Anfang machen die Jungspunde von Tracedawn. Bei den Jungs ist keiner älter 22 Jahre, aber von Nervosität ist überhaupt nichts zu spüren. Bereits auf dem diesjährigen Rock Hard Festival hatte ich Gelegenheit, die Truppe zu sehen und schon da schlugen sie sich prächtig. Auch am heutigen Abend geben sich die fünf Finnen locker, Sänger Antti Lappalainen trinkt entspannt sein Bierchen während der Performance, und man setzt alles daran, das Publikum für Ensiferum richtig heiß zu machen. Mit ihrem schnellen, stark von Children Of Bodom beeinflussten Sound gelingt der Combo das auch bestens; das Material vom aktuellen Album „Egoanthem“ macht sich live genauso gut wie das des selbstbetitelten Debüts. Natürlich muss sich diese Band noch finden, denn von Eigenständigkeit kann bislang nicht gerade die Rede sein. Aber wie erwähnt sind die Mitglieder allesamt noch sehr jung, dafür an ihren Instrumenten technisch aber schon sehr fortgeschritten, auf der Bühne relaxt und von daher werden sie bestimmt noch ihren Weg gehen. Als Anheizer machen Tracedawn heute jedenfalls eine gute Figur.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann