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Endzeit Festival IV

„Die richtigen Metaller sind in der Zeche Carl“ – Recht hat er, der gute Angelripper-Tom

Harasai spielen ihre letzte Show vor dem Studio

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Fast 500 Fans schaffen ihre Ärsche in die Zeche Carl – jung und alt, Thrashheads, Blackjünger, wie auch immer geartet – und das bei dem fetten Nebenprogramm, spielen doch ganz in der Nähe auch Amon Amarth sowie Gama Bomb. Doch auch das Billing der vierten Endzeit Festival-Auflage hat einfach genug magische Anziehungskraft, denn neben den Thrash-Dauerbrennern Sodom spielen auch die Gastgeber Wortmord, die schon lange der Szene zugehörigen Pagan-Metaller Black Messiah sowie die Aggro-Jungspunde Harasai – und das alles zum günstigen Kurs.

Harasai

Knapp über 200 Fans sind schon anwesend, als pünktlich um 19:30 die ersten Harasai-Töne aus den Boxen scheppern. Gut so, dass auch so viele gekommen sind, ist doch das Endzeit Festival die vorerst letzte Möglichkeit, die Melodic Deather aus Essen live zu erleben, denn nachdem sie den neuen Gitarristen Dennis nicht nur eingearbeitet, sondern auch gleich komplett integriert haben, schreiben die Jungs fleißig an ihren neuen Songs und gehen um die Jahreswende (wie berichtet) ins Studio. Aber vorher heißt es noch einmal mit Vollgas hinein ins Vergnügen – Harasai liefern wie immer ein Brett an Rifforgien und ballern im Highspeedbereich munter vor sich hin.

Fronter Martin ist zwar erkältungsbedingt stimmlich angeschlagen, doch spätestens bei seinen ersten Vokalparts scheint das Unbehagen Pause zu machen, denn auch an seiner Performance gibt es nichts zu mäkeln – stimmlich dann doch voll auf der Höhe schreit er wie gewohnt, nur sein Aktionsradius ist gegenüber vorheriger Shows etwas geringer. Kurz nach dem Gig lässt er selbstkritisch durchblicken, dass er mit seiner Leistung nicht ganz so zufrieden sei.

Aber wie schon erwähnt – die Fans spüren davon nichts, vielmehr übernimmt Martin wieder gerne die Anheizerrolle. „Da geht noch was“ brüllt er die Leute an, und schon zucken auch die ersten sich unter lauten Hey-Rufen auftürmenden Powerfäuste durch das Rot der Bühnenscheinwerfer, als „Heretic Souls“ die Fans begeistert. Unabhängig aber von den erstklassigen Songs ist auf der Bühne ein deutlich anderer Zusammenhalt zu spüren – Neuzugang Dennis „Blaze“, der ja ursprünglich nur als spontaner Ersatz eingeplant war, fühlt sich offensichtlich wohl, springt passenderweise zu „Destructive Masquerade“ samt Gitarre von der Bühne direkt in den Moshpit und zockt einfach vor der sich vor ihm formierenden Headbangerfront, die teilweise Arm in Arm einen sich langsam schließenden Kreis um den Gitarrero bildet.

Nach der ultimativen Lobhudelei für die Organisation und zusätzlichem Applaus für Peppi schließen Harasai ihren Part mit dem neuen „Spearhead Of Storms“ – „wäre schön, wenn ihr noch mitgeht“ ist dann auch mit Erfolg gekrönt. Und lautem Applaus kann sich das Quintett nun im Anschluss der Getränkezufuhr im Backstagebereich widmen.

Setlist:

Into Oblivion
Silent Murder
Heretic Souls
Hour Of The Dead Eyes
Destructive Masquerade
A Constant Disbelief
Dying Race Domain
Spearhead Of Storms

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