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Emil Bulls, Vitja & Grizzly im Konzert (Dresden, November 2017)

Abriss im Dreierpack



Emil Bulls

Letzte Umbaupause, die Bühne wird hinter einem Vorhang versteckt, welcher zu den Klängen vom titelgebenden Song des neuen Albums „Kill Your Demons“ unter lautem Jubel fällt. Und damit legen Emil Bulls einen Auftakt nach Maß hin, sofort sind sämtliche Reihen im Saal angefixt und die Stimmung am Überkochen. Mit „The Ninth Wave“ schiebt man gleich einen weiteren Neuling hinterher, der nicht nur anständig die Ohren freibläst, sondern ebenso klarmacht, dass der neue Silberling definitiv bei den Fans angekommen ist.

Wenn denn schon alles so gut anläuft, kann man zu „The Most Evil Spell“ auch schon die erste Wall Of Death an den Start bringen. Fronter Christoph grüßt hiernach die Anwesenden und äußert, dass er schon beim zweiten Titel gespürt hätte, dass hier was geht. Der Eindruck wäre sicher schon beim Einstieg legitim gewesen, aber als richtig erweist er sich allemal. Stagediver müssen gar nicht erst einberufen werde, die machen sich nun von allein in die Spur. „Not Tonight Josephine“ wird denkwürdig abgefeiert, bevor mit der Frage, wer alles schon das neue Album besitzt, der nächste Titel angekündigt wird. Der folgt nicht direkt, vorher muss ausdiskutiert werden, ob man am nächsten Tag das Werk kaufen gehen kann oder nicht.

Tatsächlich möchte man Gitarrist Stephan recht geben, dass einkaufen gehen zum Sonntag doch schwer wird. Damit ist die durchaus sehr amüsante Klugscheißerei beendet und „Levels And Scales“ kann über die Bühne gehen. Mit dem Stück beweisen die Münchner auf jeden Fall ein gutes Händchen, was die Auswahl der Setlist betrifft, eigentlich hätte man den Titel gar nicht als so besonders live-tauglich eingestuft, allerdings funktioniert er wirklich prächtigst. Mit „Mt. Madness“ wird nachgelegt, auch hier erweisen sich die Zuschauer als bemerkenswert textsicher und feierwütig.

Kleine Pausen zwischen den Stücken werden derweil durch „Emil Bulls“-Rufe gefüllt, die irgendwann nur noch durch ein „Schnauze und Danke!“ gebremst werden können. Aber immerhin will man ja noch das eine oder andere Stück an Mann und Frau bringen, so auch „Smells Like Rock 'N' Roll“, bei dem Christoph sich nicht nur am Gesang, sondern auch an der Gitarre zeigt. Zu „Nothing In This World“ wird erneut die Zuschaueraktivität überprüft. Erst heißt es hinsetzen, zudem mitsingen, um sich dann zu einem gemeinschaftlichen Sprung überreden zu lassen. Ein paar Bierbecher leeren sich damit quasi auch von ganz allein, selbst wenn sie als Abkühlung in dieser Form eher ungeeignet sind, erfreut man sich mittlerweile über jede Erfrischung, zumal es zu „Rainbows And Butterflies“ gleich wieder „Flossen hoch“ heißt.

„When God Was Sleeping“ wird zum absoluten Selbstläufer, also kann man getrost die Anwesenden in einen Circle-Pit schicken und sie hiernach getrost zum letzten Stück einladen. „Between The Devil And The Deep Blue Sea“ steht an, ein „Vielen Dank Dresden“ erschallt und damit ist das Ende des Konzerts vollzogen. So richtig scheint man dies im Saal wohl nicht zu begreifen, wo vorher ausgelassene Stimmung herrschte und die „Emil Bulls“-Rufe nicht enden wollten, regiert erstmal Stille. Irgendwie einigt man sich dann aber doch noch auf intensives Klatschen und so steht einer Dreingabe nichts im Weg.

Mit „Winterblood“ geht es in die Zugabe, was insofern doch ungewöhnlich ist, da es sich hier um eine Ballade handelt. Die Stimmung drückt sie allerdings nicht, „Hearteater“ und „The Age Of Revolution“ folgen. Letzteres wird anfangs von den Dresdnern eingeklatscht und nach Ende des letzten Tons euphorisch weitergesungen, sodass es natürlich noch eine weitere Dreingabe gibt. Mit „Man Or Mouse“ wird der Schlachthof endgültig zum Abriss freigegeben, der Respekt und Dank der Band ist den Anwesenden sicher und diese werden zugleich aufgefordert, ihre Trinkbecher den Damen und Herren von Viva con Aqua zu spenden. Gute Aktion, bei der hoffentlich einiges an Spenden eingegangen ist. „Worlds Apart“ ist der abschließende Titel des Abends, eine letzte Wall Of Death wird gestartet und schon heißt es voneinander Abschied nehmen, natürlich nicht ohne einen Riesenbeifall, der mit Sicherheit allen drei Bands gilt.

Setlist:

Kill Your Demons
The Ninth Wave
The Most Evil Spell
The Way Of The Warrior
Not Tonight Josephine
Levels And Scales
Mt. Madness
Here Comes The Fire
Euphoria
Smells Like Rock 'N' Roll
Nothing In This World
Rainbows And Butterflies
The Jaws Of Oblivion
When God Was Sleeping
Between The Devil And The Deep Blue Sea

Winterblood
Hearteater
The Age Of Revolution

Leaving You With This
Man Or Mouse
Worlds Apart

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