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Ektomorf, Korzus, Replica im Konzert (Nürnberg, Februar 2011)

Es wird Zeit, sich mal wieder die Eingeweide durcheinander bringen zu lassen.

Szabi von Ektomorf in Action

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Ektomorf

Viel hat sich getan in den Reihen der ungarischen Hardcore-/Neo Thrash-Formation Ektomorf. Nachdem der langjährige Gitarrist Tamas im November die Band verlassen musste, steht nun mit Mike zum ersten Mal ein deutscher Axtschwinger mit Zoli und den Mannen auf der Bühne. Relaxt und gelassen wie gewohnt betreten die Musiker die Bühne, um sogleich mit dem Titel „Last Fight“ vom aktuellen Album „Redemption“  loszulegen. Das durchweg powergeladene Stück fegt durch die Reihen wie ein Orkan. Der sympathische Zigeuner (Zoli über sich selbst) begrüßt kurz die Fans und Ektomorf legen mit „Stay Away“ gleich die zweite Nummer von „Redemption“ auf den Tisch. Der kernige Titel mit dem markanten Refrain bohrt sich direkt ins Kleinhirn und lässt vielerorts schon die Mähnen kreisen.

Der wohl wichtigste Punkt für den Erfolg der Ungarn ist auch heute Abend wieder erfüllt: Die Band klingt ehrlich und authentisch. Keine Spur von Abgehobenheit. Zoli spricht mit den Fans wie mit alten Kumpels, was ihm sichtlich Sympathie einbringt. Der Titeltrack der neuen CD, „Redemption“, beendet dann vorerst den Reigen der neuen Stücke. Nun warten die Künstler mit alten Klassikern auf. Niemals fehlen dürfen die Songs „Gypsy“ und „Show Your Fist“ - jetzt kommt auch richtig Leben in die Bude. Neben kreisenden Matten zeigen sich nun auch die ersten Versuche einer Pogopit. Doch spätestens bei Zoli’s Aufforderung zu springen während der ersten Takte zu „Show Your Fist“, beginnt der Saal zu kochen. Der aggressiv-depressive Titel „I’m In Hate“ bremst zwar das Tempo wieder etwas, dafür kochen aber die Emotionen hoch.

Und genau während dieser Anspannung lassen Ektomorf die Bombe platzen und mit „I Know Them“ einen ihrer größten Hits auf die Meute los. Gierig wird der Song angenommen und die vielen in die Höhe gereckten Pommesgabeln zollen der Band Respekt. Nach dem folgenden und bassgewaltigen „Never Should“ drehen die Ungarn das Tempo runter und Zoli und Gitarrist Mike bewaffnen sich mit Akustikklampfen, um den Johnny-Cash-Klassiker „Rusty Cage“ zu spielen. Mit „Sea Of My Misery“ hängt die Band gleich den ungewöhnlichsten Song auf „Redemption“ an. Szabi untermalt die feinen Akustikgitarren mit druckvollen Basslines, was dem Song eine ganz eigene Note verleiht. Nach „Who Can I Trust“ ist dann aber auch schon wieder Schluss mit unverstärkten Gitarren und der Verzerrer wird reaktiviert. Zoli bewaffnet sich wieder mit seiner neuen Gibson Flying V und sorgt mit der nun folgenden Titelauswahl dafür, dass beinahe kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Ab jetzt gibt es nur mehr eine Richtung: Vorwärts!

„I Choke“, „We Rise“ und natürlich „Fuck You All“ schlagen ein wie Granaten und animieren den einen oder anderen zum Crowdsurfen. Mit „Set Me Free“, „Stigmatized“ und „God Will Hunt You Down“ blasen die Künstler dann zum Grande Finale. Unnötig zu erwähnen, dass die Fans die Band so nicht ziehen lassen und Ektomorf unter lauten „Zugabe“-Rufen wieder zurück auf die Bühne zitiert werden. Mit einem fiesen Grinsen im Gesicht kommen die Musiker dann auch zurück und hauen den Anhängern noch „Outcast“ und den Titel, zu dem auf CD Danko Jones seine Stimme beisteuerte, "The One", um die Ohren. Die Fans quittieren diese Zugaben mit langem Beifall und vielen in die Höhe gereckten Fäusten. Wenn Ektomorf auf jedem Gig der "Road To Redemption"-Tour so abgefeiert werden wie im Hirsch in Nürnberg, dann wird diese Unternehmung ein voller Erfolg werden.   

Setlist:

1. Last Fight
2. Stay Away
3. Redemption
4. Gypsy
5. Show Your Fist
6. I’m In Hate
7. I Know Them
8. Never Should
9. Rusty Cage
10. Sea Of My Misery
11. Who Can I Trust
12. I Choke
13. We Rise
14. Fuck You All
15. Set Me Free
16. Stigmatized
17. God Will Hunt You Down
18. Outcast
19. The One

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